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GMS Journal for Medical Education

Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

ISSN 2366-5017


Dies ist die deutsche Version des Artikels. Die englische Version finden Sie hier.
Forschungsarbeit
Wundversorgung

[Stand der interprofessionellen medizinischen und pflegerischen Lehre zur Wundversorgung an deutschen Hochschulen]

Anna Weiß 1
Constanze Richters 1
Raisa Kiriakidou 1
Anita Hausen 2
Martin R. Fischer 1
Matthias Stadler 1
 Matthias J. Witti 1

1 LMU Klinikum, LMU München, Institut für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin, München, Deutschland
2 Katholische Stiftungshochschule München, München, Deutschland

Zusammenfassung

Zielsetzung: Chronische Wunden stellen eine wachsende Herausforderung für das deutsche Gesundheitssystem dar und erfordern fundierte Kenntnisse in der Wundversorgung. Interprofessionelle Lehre kann zur Verbesserung der Versorgung beitragen. Ziel der Studie war es, den Ist-Stand der Lehre zur interprofessionellen Wundversorgung im Medizinstudium und im primärqualifizierenden Pflegestudium in Deutschland zu erheben.

Methodik: Basierend auf dem Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM), den Expertenstandards sowie der Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung (PflAPrV) wurde ein Fragebogen mit vier geschlossenen und zwei offenen Items zur curricularen Integration von Lernzielen, Lehrmethoden und interprofessionellen Ansätzen entwickelt. Die Befragung richtete sich an Lehrverantwortliche (LV) der staatlichen Medizinstudiengänge (n=40) und der primärqualifizierenden Pflegestudiengänge (n=30) in Deutschland. Die Auswertung erfolgte deskriptiv-statistisch und qualitativ mittels strukturierender Inhaltsanalyse.

Ergebnisse: Insgesamt nahmen 77 LV (58 Medizin und 19 Pflege) an der Umfrage teil. Die Mehrheit gab an, Lernziele zur Wundversorgung in ihren Lehrveranstaltungen zu vermitteln, was auf eine breite curriculare Verankerung hinweist – allerdings mit unterschiedlicher inhaltlicher Tiefe und struktureller Ausgestaltung. Interprofessionelle Lehrformate bieten 21% der Pflegestudiengänge und 60% der Medizinstudiengänge an. Während das Pflegestudium durch eine praxisorientierte und kohärente Vermittlung geprägt ist, zeigt sich im Medizinstudium eine Fragmentierung über verschiedene Fachrichtungen und Semester hinweg.

Schlussfolgerung: Trotz curricularer Verankerung besteht ein Bedarf an strukturierten, interprofessionellen Lernangeboten zur Wundversorgung.


Schlüsselwörter

medizinische Ausbildung, interprofessionelle Ausbildung, interprofessionelle Zusammenarbeit, Pflegefachpersonen, Ärzte und Ärztinnen, Wundversorgung, chronische Wunden

1. Einleitung und Problemstellung

Die steigende Lebenserwartung führt zu mehr hochaltrigen Menschen, die das Gesundheitssystem vor Herausforderungen stellen. Chronische Erkrankungen nehmen zu, was zu mehr Krankenhausbehandlungen führt [1]. Gleichzeitig steigt mit zunehmendem Alter auch das Risiko für Multimorbidität und Pflegebedürftigkeit [2]. Eine dieser gesundheitlichen Herausforderungen sind chronische Wunden [3]. In Deutschland lag die Prävalenz chronischer Wunden im Jahr 2012 bei 1,1% der Gesamtbevölkerung [3]. Die häufigsten chronischen Wunden sind: Dekubitus, Ulcus cruris und das diabetische Fußsyndrom [4]. Chronische Wunden sind für Patient*innen eine erhebliche gesundheitliche Beeinträchtigung und verursachen hohe Kosten für das Gesundheitssystem [5]. Die Wundversorgung umfasst die Gesamtheit der Maßnahmen, die zur Behandlung von Wunden eingesetzt werden, um deren Heilung zu fördern und Komplikationen zu vermeiden [6].

Um diesen gesellschaftlichen Herausforderungen gerecht zu werden und eine kosteneffiziente und patientenorientierte Versorgung zu gewährleisten, müssen über monoprofessionelle Formate hinausgehende, innovative interprofessionelle Versorgungslösungen gefunden werden [7]. Eine evidenzbasierte Wundversorgung erfordert spezifische Fachkompetenzen und Berufsperspektiven, die sowohl im ärztlichen als auch im pflegerischen Bereich verankert und in der Lehre abgebildet sind. Aktuell fehlt es an Daten dazu, in welchem Umfang und mit welcher inhaltlichen Tiefe das Thema Wundversorgung – in monoprofessionellen und insbesondere in interprofessionellen Formaten – im Medizinstudium und in primärqualifizierenden Pflegestudiengängen in Deutschland gelehrt wird. Unklar ist auch, ob und wie interprofessionelle Lehrveranstaltungen im Themenfeld Wundversorgung in Deutschland curricular verankert sind und welche didaktisch-methodischen Konzepte dabei in Medizin und Pflege zum Einsatz kommen.

1.1. Forschungsstand

Der aktuelle Forschungsstand zur Wundversorgung in der medizinischen Ausbildung zeigt, dass es bei der Umsetzung der im Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalog Medizin (NKLM) [https://nklm.de/zend/menu] verankerten Lernziele Herausforderungen gibt. Ein Beispiel ist der Abschnitt „Wunden und Ulcera der Haut und Schleimhäute“, an dessen Vermittlung elf verschiedene Fachdisziplinen beteiligt sind, was zu einer fragmentierten Ausbildung führt, die damit nicht immer die notwendige Tiefe und Kohärenz bietet [8]. Diese zeitliche und inhaltliche Zersplitterung der Lehre könnte ein Grund für die Unsicherheit und das lückenhafte Verständnis von Studierenden im Bereich der Wundversorgung sein [8]. In einer Erhebung aus dem Jahr 2008 wurde festgestellt, dass im gesamten klinischen Teil des Medizinstudiums in Deutschland durchschnittlich lediglich sieben Stunden zur Wundversorgung unterrichtet werden [9]. Neben der curricularen Pflichtlehre können Wahlfächer zur Wundversorgung eine sinnvolle Ergänzung zum Medizinstudium sein, um dem wachsenden Bedarf an chronischer Wundversorgung besser gerecht zu werden [10], [11]. Eine systematische Erhebung zur didaktischen Umsetzung der Lehre zum Themenfeld Wundversorgung im Medizinstudium fehlt bislang.

Die Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung (PflAPrV) [12] integriert spezifische Lerninhalte zur Wundversorgung in die theoretische und praktische Ausbildung von Pflegefachpersonen (PFP). PFP müssen evidenzbasierte Maßnahmen planen und umsetzen können. Diese Regelungen garantieren, dass die Wundversorgung ein zentraler Bestandteil der Pflegeausbildung ist [12]. Internationale Studien zeigen, dass die Kompetenz in der Wundversorgung bei Studierenden in der Pflege oft begrenzt ist [13], [14]. Außerdem berichten viele Studierende, dass sie während ihres Studiums keine ausreichende Ausbildung in diesem Bereich erhalten haben [15]. Frühere Untersuchungen konnten zeigen, dass diese Defizite durch gezielte Bildungsmaßnahmen behoben werden können [16]. In Deutschland wird ein Großteil der Wundversorgung von PFP übernommen [17], dennoch ist bislang unklar, wie die Wundversorgung im Pflegestudium curricular verankert ist und mit welchen didaktischen Konzepten sie vermittelt wird.

Die Wundversorgung ist ein interprofessionelles Aufgabengebiet, an denen sowohl PFP als auch Ärzt*innen beteiligt sind [7]. Notwendig hierfür ist eine gelingende interprofessionelle Zusammenarbeit (Interprofessional Collaboration – IPC). Im Vordergrund von IPC steht das Ziel, eine sichere, patientenorientierte Versorgung zu gewährleisten und so die bestmögliche Versorgungsqualität für Patient*innen sicherzustellen [18], [19]. Die WHO [20] beschreibt IPC als koordinierte Zusammenarbeit von Gesundheitsfachpersonen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen, die gemeinsam mit Patient*innen und deren Zugehörigen eine qualitativ hochwertige Versorgung sicherstellen soll. Als Voraussetzung für eine gelingende IPC gilt eine interprofessionelle Ausbildung (Interprofessional Education – IPE) der zukünftigen Teammitglieder [21]. IPE findet statt, wenn Auszubildende, Studierende oder Berufsangehörige verschiedener Berufe zusammenkommen, um mit-, von- und übereinander zu lernen [20]. Ziel ist es, durch IPE die Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung zu optimieren und damit die Versorgungs- und Ergebnisqualität zu verbessern [22].

Bislang ist uns nur eine interprofessionelle Lehrveranstaltung an einer deutschen medizinischen Hochschulen bekannt, die eine gemeinsame Wundversorgung adressiert [23]. Jedoch zeigen aktuelle Studien, dass interprofessionelle Aus-, Fort- und Weiterbildungen Behandlungsfehler reduzieren und die Patientensicherheit fördern [24], [25], [26], [27]. Besonders hervorzuheben ist die Bedeutung von Lehrprogrammen (Vorlesungen, Tutorien und Simulationslernen), um das Bewusstsein der Studierenden für ihre Rolle im Gesundheitsteam zu stärken und einen gemeinsamen Ansatz zur patientenzentrierten Wundversorgung zu fördern [28]. Dabei zeigt sich insbesondere im Bereich der Wundversorgung, dass interprofessionelle Teams einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse leisten [29], [30].

1.2. Forschungsfragen

Trotz definierter Lernziele im NKLM [https://nklm.de/zend/menu], der PflAPrV [12], sowie den Expertenstandards des DNQP [17], [31], bleibt unklar, inwieweit die Thematik der Wundversorgung in der mono- und interprofessionellen Lehre in deutschen Medizinstudiengängen und primärqualifizierenden Pflegestudiengängen abgedeckt ist. Eine systematische Bestandsaufnahme des Status quo ist notwendig, um darauf aufbauend gezielte, bedarfsorientierte und adaptierbare Bildungsangebote zur mono- und interprofessionellen Ausbildung in der Wundversorgung zu entwickeln, und damit nachhaltig zur Patientensicherheit beizutragen.

Vor diesem Hintergrund stellen wir uns folgende Forschungsfragen:

  • RQ1: In welchem Umfang werden Inhalte der mono- und interprofessionellen Wundversorgung an medizinischen und pflegerischen Hochschulen in Deutschland curricular abgebildet?
  • RQ2: Welche didaktischen Konzepte und Methoden werden in mono- und interprofessionellen Lehrveranstaltungen in Medizin und Pflege zur Lehrthematik Wundversorgung eingesetzt?

2. Methoden

2.1. Studiendesign

Es wurde eine quantitative Fragebogenstudie, verknüpft mit qualitativen Freitextantworten, durchgeführt. Der Fragebogen wurde auf der Plattform SoSci Survey erstellt [32] (siehe Anhang 1 [Anh. 1]).

2.2. Stichprobe

Zur Gewinnung der Daten wurden alle deutschen staatlichen medizinischen Fakultäten (n=40), und alle pflegerischen Hochschulen (n=30), die primärqualifizierende Studiengänge in der Pflege gemäß des Pflegeberufegesetzes anbieten, berücksichtigt. Eingeschlossen im Medizinstudium wurden die Lehrverantwortlichen (LV) der Fächer Chirurgie, Dermatologie und Innere Medizin, orientiert an der Studie von Werdin et al. [9]. Da in der Pflegeausbildung keine analoge Fächerstruktur wie in der Medizin besteht, wurden im Bereich der Pflege alle LV eingeschlossen, die von den Studiengangskoordinator*innen der Pflegestudiengänge ausgewählt wurden.

2.3. Fragebogen

Basierend auf den Lernzielen des NKLM [https://nklm.de/zend/menu], dem Expertenstandard Pflege von Menschen mit chronischen Wunden [31], dem Expertenstandard Dekubitusprophylaxe [17] und der PflAPrV [12] wurde ein Fragebogen entwickelt, der insgesamt sechs Items umfasst, bestehend aus vier geschlossenen und zwei offenen Fragen (siehe Anhang 1 [Anh. 1], Fragebogen). Die geschlossenen Fragen erfassten, inwieweit die Lernziele in den Lehrveranstaltungen gelehrt werden. Zudem wurden Merkmale der spezifischen Studiengänge erfasst, wobei Dropdown-Menüs und Multiple-Choice-Antworten bzw. Mutiple Response-Antworten verwendet wurden. Die offenen Fragen ermöglichten es den LV, qualitative Daten zu liefern, die detaillierte Einblicke in die angewandten Lehrkonzepte und Lehrmethoden zur mono- und interprofessionellen Wundversorgung boten. Der Fokus lag auf einer zeitökonomischen Durchführung (ca. 5 Minuten) mittels eines kurzen Testinstruments, um die Integration in den klinischen Alltag zu ermöglichen.

2.4. Datenerhebung

Die Datenerhebung wurde von April bis Oktober 2024 durchgeführt.

Im Bereich Medizin wurden alle Studiendekan*innen der staatlichen Universitäten per Mail kontaktiert. Diese wurden um die Zustimmung zur Teilnahme an der Studie sowie um die Kontaktdaten der LV gebeten, die daraufhin zur Teilnahme an dem Fragebogen per Mail eingeladen wurden. Im Bereich der Pflege wurden die Studiengangskoordinator*innen direkt per Mail kontaktiert und um ihre Zustimmung sowie die Teilnahme an dem Fragebogen gebeten.

Nach der Zustimmung der Studiendekan*innen bzw. Studiengangskoordinator*innen wurden die Kontaktdaten der LV genutzt, um individuelle Einladungen per Mail zur Teilnahme zu versenden. Die Einladungen erfolgten über offizielle Kanäle. Um eine umfassende Rücklaufquote zu erzielen, wurden zudem Mehrfachnachfragen durchgeführt.

2.5. Datenanalyse

Die quantitativen Daten (vier geschlossene Items) wurden mittels Microsoft Excel 2016 deskriptiv-statistisch ausgewertet, um zu ermitteln wie viele Hochschulen die Lernziele zur Wundversorgung adressieren.

Die qualitativen Daten aus den zwei offenen Fragen wurden mittels MAXQDA Analytics Pro 2024 (Version 24.8.0) nach der strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse nach Kuckartz und Rädiker [33] ausgewertet. Im Kategoriensystem wurden vier deduktive Hauptkategorien entwickelt, von denen sich drei an die Bildungsangebotsentwicklung nach Schlutz [34] anlehnen. Das gesamte Material wurde getrennt für Medizin und Pflege anhand der Hauptkategorien codiert. Nach der vollständigen Codierung des Materials erfolgte eine kategorienbasierte Analyse und eine zusammenfassende Darstellung der Hauptkategorien.

2.6. Gütekriterien

Zur Sicherung der Intersubjektivität wurden die Codes im Forschungsteam diskutiert und gemeinsam reflektiert. Die Transparenz wurde durch eine systematische Dokumentation der Entwicklung des Kategoriensystems sowie des Codierprozesses gewährleistet.

2.7. Ethik

Die Durchführung der Studie orientierte sich an den ethischen Grundsätzen der Deklaration von Helsinki (WMA). Alle Teilnehmer*innen wurden über den Zweck der Studie, die Freiwilligkeit der Teilnahme sowie den vertraulichen Umgang mit ihren Daten informiert.

3. Ergebnisse

3.1. Stichprobenbeschreibung

Insgesamt wurden 235 LV per Mail angeschrieben. 94 Teilnehmende haben die Fragebogenstudie begonnen. Es konnten 77 vollständige Datensätze gewonnen werden, davon 58 LV aus 20 Medizinstudiengängen und 19 LV aus Pflegestudiengängen (Rücklauf insgesamt: 32,77%). Die teilnehmenden medizinischen Fakultäten und pflegerischen Hochschulen verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet – mit Ausnahme von Hessen und Bremen.

3.2. RQ1

Die Ergebnisse zeigen, dass 19 von 20 medizinischen Fakultäten Lernziele zu Hygiene, Diagnostik, Pathophysiologie und praktischen Fertigkeiten in der Wundversorgung vermitteln. 17 Fakultäten berücksichtigen zudem nicht-pharmakologische Therapieprinzipien. Eine Fakultät gibt an, keines der Lernziele zu vermitteln. Tabelle 1 [Tab. 1] zeigt, welche Lernziele zur Wundversorgung an den befragten Fakultäten unterrichtet werden. Sie enthält die jeweiligen Lernziele sowie die Anzahl und den prozentualen Anteil der Fakultäten, an denen diese vermittelt werden.

Tabelle 1: Vermittlung der Lernziele im Medizinstudium

Die Ergebnisse zeigen, dass 18 von 19 pflegerischen Hochschulen die Erstellung einer Wundanamnese sowie die Einordnung von Wunde und Wundumgebung vermitteln. 16 Hochschulen lehren die Durchführung von Wundbehandlungen und die Empfehlung geeigneter Auflagen, 15 die evidenzbasierte Wundversorgung. 14 Hochschulen schulen Kompetenzen zur Pflege chronischer Wunden, zur Beurteilung der Wundversorgung und zur Begründung des Wundmanagements im interprofessionellen Team. Eine Hochschule vermittelt keines der Lernziele. Tabelle 2 [Tab. 2] zeigt, welche Lernziele zur Wundversorgung an den befragten pflegerischen Hochschulen unterrichtet werden. Sie enthält die jeweiligen Lernziele sowie die Anzahl und den prozentualen Anteil der pflegerischen Hochschulen, an denen diese vermittelt werden.

Tabelle 2: Vermittlung der Lernziele im Pflegestudium

3.3. RQ2

Es wurden vier deduktive Hauptkategorien auf Basis der Freitextantworten codiert. Dabei beziehen sich drei Hauptkategorien auf drei Merkmale zur Entwicklung einer Lehrveranstaltung. Diese sind: Lerninhalt, Lehrmethode, Zeitpunkt [34]. Insgesamt konnten 141 Textsegmente aus den Freitextantworten den Hauptkategorien zugewiesen werden. Tabelle 3 [Tab. 3] zeigt alle für das Auswertungsergebnis relevanten Hauptkategorien sowie die Anzahl der codierten Textsegmente je Hauptkategorie.

Tabelle 3: Liste der relevanten Hauptkategorien

Die Hauptkategorie „Lerninhalt“ wurde vergeben, wenn sich die LV der Studiengänge zum Inhalt der Lehrveranstaltung geäußert haben.

Die Lehrveranstaltungen im Medizinstudium zur Wundversorgung decken ein breites Themenspektrum ab und variieren je nach Medizinstudiengang in Inhalt und Schwerpunktsetzung. Studierende erwerben grundlegende Kenntnisse in Bereichen wie den „Grundlagen der Wundlehre, Physiologie [der] Wundheilung und Zeichen [einer] Wundinfektion“ (HM, Pos. 2). Praktische Fertigkeiten wie der hygienische Verbandswechsel, die Wundbeobachtung sowie die Wundnaht und -versorgung werden an Modellen und Patient*innen trainiert. Die Behandlung akuter Wunden, darunter Verbrennungen, sowie chronischer Wunden wie Dekubitus und das diabetische Fußsyndrom, sind zentrale Bestandteile der medizinischen Lehre.

Die Lehrveranstaltungen im Pflegestudium zur Wundversorgung decken ebenso ein breites Themenspektrum ab und variieren je nach Hochschule in Inhalt und Schwerpunktsetzung. Pflegestudierende erwerben Kenntnisse über Wundheilungsprozesse, Wundbeurteilung, Wunddokumentation sowie die Vorgaben relevanter Leitlinien und „Anwendung von Expertenstandards (Hautintegrität, Dekubitusprophylaxe, chronische Wunden, Entlassmanagement (PF, Pos. 63). Praktische Übungen umfassen u.a. Verbandstechniken, aseptische und septische Verbandswechsel, Wundreinigung, Wundauflagen sowie Notfallmaßnahmen bei akuten Wunden. Die Versorgung chronischer Wunden wird unter Berücksichtigung interdisziplinärer Zusammenarbeit und individueller Therapieplanung vermittelt. Seminare vertiefen Themen wie Anatomie, Physiologie, Pathologie des Gefäßsystems sowie weiteren chronischen Wundursachen.

Die Hauptkategorie „Methode“ wurde vergeben, wenn sich die LV der Studiengänge zur Methode der Lehrveranstaltung geäußert haben.

Die Vermittlung von Wundversorgungsinhalten im Medizinstudium erfolgt durch unterschiedliche Lehrformate, die je nach Standort und Studienstruktur variieren. Vorlesungen (n=10), Seminare (n=12), Unterricht am Krankenbett (n=12), Blockpraktikum (n=11) und Online-Einheiten (n=3) sind feste Bestandteile des Curriculums und werden in verschiedenen Fachbereichen wie Dermatologie, Chirurgie und Innere Medizin angeboten. Die Lehrveranstaltungen im Medizinstudium unterscheiden sich in ihrer Dauer und Intensität, von einmaligen Terminen bis hin zu mehrstündigen Modulen und Blockpraktika.

Die Vermittlung von Wundversorgungsinhalten im Pflegestudium erfolgt durch eine Kombination aus theoretischen und praxisorientierten Lehrmethoden, die je nach Standort und Studienstruktur variieren. Vorlesungen (n=7), Seminare (n=11), Übungen im Skills Lab (n=10) sowie Übungen in der realen Praxis (n=7) sind feste Bestandteile des Curriculums. Die Inhalte sind in verschiedene Module wie naturwissenschaftliche und biomedizinische Grundlagen sowie evidenzbasierte Pflege eingebettet.

Die Hauptkategorie „Zeitpunkt“ wurde vergeben, wenn sich die LV der Studiengänge zum Zeitpunkt einer Lehrveranstaltung im Studium geäußert haben.

Der Zeitpunkt der Vermittlung von Wundversorgungsinhalten im Medizinstudium variiert je nach Standort und Studienabschnitt. Inhalte zur Wundversorgung werden in den vorklinischen Semestern (insbesondere im 3. und 4. Semester) selten, in den frühen klinischen Semestern (5. bis 7. Semester) häufiger und in den höheren klinischen Semestern (9. und 10. Semester) sowie im Praktischen Jahr am häufigsten vermittelt.

Der Zeitpunkt der Vermittlung von Wundversorgungsinhalten im Pflegestudium variiert je nach Standort und Studiengangsstruktur. Am häufigsten werden entsprechende Inhalte im 2. und 3. Semester vermittelt, während sie in den höheren Semestern deutlich seltener vorgesehen sind.

Aus der quantitativen Erhebung geht hervor, dass interprofessionelle Lehrangebote von 21% der Pflegestudiengänge und 60% der Medizinstudiengänge unterrichtet werden.

Die Hauptkategorie „IPE“ wurde vergeben, wenn sich die LV der Studiengänge zur interprofessionellen Lehrausrichtung geäußert haben.

Im Medizinstudium zeigt sich interprofessionelle Lehre durch die „Einbeziehung des Wundmanagers in die praktischen Übungen“ (HM, Pos. 14) und durch gemeinsame Visiten.

Im Pflegestudium erfolgt interprofessionelle Lehre durch die Zusammenarbeit „von Pflegenden und Ärzt*innen“ (PF Pos. 27).

4. Diskussion

Die Umfrage zur Integration von Wundversorgungsinhalten in die Lehrpläne des Medizinstudiums zeigt eine breite curriculare Verankerung des Themas, jedoch mit deutlichen Unterschieden in der Struktur und Gestaltung der Lehre. Interprofessionelle Lernformate werden kaum angeboten.

Im Medizinstudium erfolgt die Vermittlung häufig in verschiedenen Modulen, verteilt über unterschiedliche Semester. Diese zeitliche und inhaltliche Fragmentierung könnten Gründe für die Unsicherheit von Medizinstudierenden im Bereich der Wundversorgung sein [9], welche die Entwicklung eines umfassenden Verständnisses des komplexen Prozesses der Wundversorgung über Disziplinen- und Professionsgrenzen hinweg erschweren.

Obwohl im NKLM [https://nklm.de/zend/menu] relevante Lernziele zur Wundversorgung definiert sind und – wie die Ergebnisse zeigen – diese auch in der Breite, wenn auch sehr unterschiedlich, gelehrt werden, stellt sich die Frage, ob sowohl deren Anzahl als auch deren inhaltliche Tiefe ausreichen, um den gestiegenen Anforderungen an die Versorgung chronischer Wunden gerecht zu werden. Studien legen nahe, dass vertiefende und praxisnahe Lehrangebote zur Wundversorgung eine sinnvolle Ergänzung im Medizinstudium darstellen können [10], [11].

Im Gegensatz dazu scheint das Pflegestudium Wundversorgung deutlich zusammenhängender und praxisnäher zu vermitteln. Die Studierenden erwerben dabei nicht nur theoretische Grundlagen, sondern auch gezielte praktische Fertigkeiten. Dabei orientiert sich das Studium an den Vorgaben der PflAPrV [12] sowie an den Expertenstandards des DNQP [17], [31], was auf eine insgesamt kohärentere und stärker handlungsorientierte Vermittlung von Wundversorgungskompetenz schließen lässt. Darüber hinaus wird die Relevanz einer fundierten Wundversorgungsausbildung auch durch die Praxis bestätigt: In Deutschland wird ein Großteil der Wundversorgung von PFP übernommen [17]. Ein möglicher Grund hierfür liegt in der Vielzahl an Fort- und Weiterbildungsangeboten, die speziell auf PFP zugeschnitten sind. Fachgesellschaften wie die „Initiative Chronische Wunden“ [https://www.icwunden.de/] bieten standardisierte Qualifizierungsprogramme an, die zur Professionalisierung und Qualitätssicherung in der Wundversorgung beitragen. Auch die in der internationalen Literatur beschriebenen Kompetenzdefizite bei Pflegestudierenden im Bereich der Wundversorgung [13], [15] stützen die Annahme, dass eine rein curriculare Verankerung nicht zwangsläufig zu Handlungssicherheit führt. Ergänzende Bildungsmaßnahmen sind daher ein vielversprechender Ansatz, um bestehende Lücken gezielt zu adressieren [14]. So konnte die Wundversorgungskompetenz von examinierten PFP durch spezifische Weiterbildungsprogramme verbessert werden [16].

Während der fachliche Inhalt in beiden Professionen vermittelt wird, bleibt die interprofessionelle Dimension oft unberücksichtigt. Die LV aus dem Pflegestudium und dem Medizinstudium gaben an, IPE-Elemente in die Lehre integriert zu haben – wobei aus den Freitextantworten hervorgeht, dass damit kein IPE im Sinne der WHO-Definition [20] gemeint ist. Dies legt nahe, dass ein strukturiertes interprofessionelles Lehrkonzept im Bereich der Wundversorgung bislang fehlt – obwohl gerade in der klinischen Versorgung deutlich wird, welchen Beitrag interprofessionelle Teams zur Verbesserung der Patient*innenversorgung leisten können. Studien zeigen, dass die Zusammenarbeit im Team die Heilung effektiv fördert und das Risiko von Wundrezidiven verringert [29], [30].

4.1. Limitationen

Eine zentrale Limitation dieser Studie liegt darin, dass nicht alle medizinischen Fakultäten bzw. pflegerischen Hochschulen an der Umfrage teilnahmen und die Rückmeldungen nicht eindeutig einzelnen Fachrichtungen zugeordnet werden konnten. Es bleibt daher unklar, ob die Angaben durch eine einzelne LV gemacht wurden oder ob Fachrichtungen gar nicht vertreten waren. Diese Einschränkung könnte zu einer Verzerrung der Ergebnisse geführt haben. Die Pflegeausbildung wurde nicht berücksichtigt, obwohl gerade dort die meisten PFP ausgebildet werden und tlw. andere Rahmenbedingungen für IPE bestehen könnten.

5. Schlussfolgerung

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen einen hohen Bedarf an strukturierten Lernangeboten in der Wundversorgung, dem die Hochschulen teilweise nachkommen. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass interprofessionelle Ausbildung bisher kaum umgesetzt wird, obwohl interprofessionelle Versorgungskonzepte zu einer Verbesserung der Behandlungsergebnisse führen können. Ein stärkeres Angebot an interprofessioneller Lehre könnte daher die praxisnahe Ausbildung weiter fördern. Eine curriculare Verankerung bietet das Potenzial, zentrale Kompetenzen von Medizinstudierenden und Pflegestudierenden gezielt zu fördern und sie besser auf die Anforderungen kooperativer Versorgungsteams vorzubereiten. Künftige Forschung sollte sich mit der Entwicklung und Wirksamkeit solcher Bildungsformate befassen.

Danksagung

Die Autor*innen danken den Studiendekan*innen und Studiengangskoordinator*innen für ihre Unterstützung sowie den Lehrverantwortlichen für ihre Teilnahme an der Studie.

Anmerkungen

Förderung

Stiftung Innovation für Hochschullehre (Freiraum 2022; FR-153/2023).

ORCIDs der Autor*innen

Interessenkonflikt

Die Autor*innen erklären, dass sie keinen Interessenkonflikt im Zusammenhang mit diesem Artikel haben.


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Anhänge

Anhang 1Fragebogen Interprofessionelle Wundversorgung (Anhang_1.pdf, application/pdf, 144.5 KBytes)