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GMS Journal for Medical Education

Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

ISSN 2366-5017


Dies ist die deutsche Version des Artikels. Die englische Version finden Sie hier.
Projektbericht
Impfungen

[Impf-Guides – Erfahrungen mit einem Projekt zur Steigerung der Impfbereitschaft in der Münchener Bevölkerung während der COVID-19-Pandemie]

Jan M. Zottmann 1
 Johanna Huber 1
Matthias J. Witti 1
Fabian Jacobs 1
Tobias Mahl 2
Alexander Schmidt 1,3
Martin R. Fischer 1

1 LMU Klinikum, LMU München, Institut für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin, München, Deutschland
2 Landgericht München II, München, Deutschland
3 LMU München, Fachschaft Humanmedizin, München, Deutschland

Zusammenfassung

Zielsetzung: Ziel des Projekts Impf-Guides war es, Bürger:innen ausgewählter Stadtteile Münchens durch Information und Beratung zur COVID-19-Impfung zu motivieren und so die Impfquote in der Bevölkerung zu erhöhen.

Projektbeschreibung: Das Projekt begann im Februar und endete im Dezember 2022. Es wurden 31 Medizinstudierende der LMU München als Impf-Guides rekrutiert und geschult. Die Schulung beinhaltete auch ein Training zu Kommunikations- und Deeskalationstechniken. Die Studierenden arbeiteten in Stadtteilen mit definierten sozialen Herausforderungen. Dort führten sie Beratungsgespräche, bewarben mobile Impf-Aktionen und unterstützten diese vor Ort. Zur Qualitätssicherung wurden begleitende Evaluationen der Geimpften sowie der Impf-Guides durchgeführt.

Ergebnisse: Im Rahmen der mobilen Impf-Aktionen wurden 351 Personen geimpft, von denen 18% an der Evaluation teilnahmen. Die Mehrheit erhielt die dritte oder vierte Impfung und war mit der Beratungstätigkeit der Impf-Guides zufrieden. Von den 31 Impf-Guides nahmen acht an der Evaluation teil. Nur wenige Studierende erlebten bei ihrer Beratungstätigkeit herausfordernde (z. B. Sprachbarrieren) oder konfliktreiche Situationen (z. B. Impfskepsis). Im Hinblick auf ihre spätere ärztliche Tätigkeit schätzten die Studierenden das Projekt als nützlich ein.

Diskussion und Schlussfolgerung: Das Projekt erreichte überwiegend Personen, die bereits impfwillig waren. Das Projektziel, die Impfbereitschaft deutlich zu erhöhen, konnte nicht erreicht werden. Inwieweit das Projekt zur Gesundheitskompetenz der Bevölkerung beigetragen hat, bleibt spekulativ. Unabhängig von Impfkampagnen sollte überlegt werden, ob geschulte Studierende die Bevölkerung künftig zu allgemeinen Gesundheits-, Präventions- und Gesundheitsförderungsthemen beraten könnten.


Schlüsselwörter

Impfbereitschaft, Gesundheitskommunikation, Gesundheitskompetenz, Evaluation, COVID-19

1. Zielsetzung

Das Projekt Impf-Guides wurde Anfang Februar 2022 auf Initiative des Studiendekans des klinischen Studienabschnitts der LMU München und vom Gesundheitsreferat der Landeshauptstadt München in Kooperation mit der Fachschaft Humanmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München unter großem medialem Interesse ins Leben gerufen [1], [2], [3]. Ziel des Projekts war es, die Impfbereitschaft Münchener Bürger*innen mit gezielten Informations-, Beratungs- und Impfangeboten zu erhöhen und dadurch zur Steigerung der vergleichsweisen geringen Quote der Erst- und Zweitimpfungen gegen die durch das SARS-CoV-2-Virus ausgelöste COVID-19-Erkrankung in der Münchener Bevölkerung beizutragen [4], [5], [6]. Anfang 2022 betrug die Quote für Erstimpfungen 71,5%, für Zweitimpfungen 68,4%, und 38% für Booster-Impfungen in München [1]. In anderen Bundesländern und Städten wurden vergleichbare Aktionen mit großem Erfolg durchgeführt und dienten als Blaupause für das Projekt [7].

Im 5C-Modell von Betsch und Kollegen werden fünf psychologische Gründe genannt, die eine Impfentscheidung maßgeblich beeinflussen (Vertrauen, Risikowahrnehmung, Barrieren in der Ausführung, Ausmaß der Informationssuche, Verantwortungsgefühl für die Gemeinschaft) [8], [9]. Dementsprechend lag dem Projekt die Annahme zugrunde, dass die unzureichende Impfbereitschaft in der Münchener Bevölkerung einerseits auf Informationsdefizite bezüglich der Impfung und andererseits auf eine mangelnde Anbindung an das Gesundheitssystem, beispielsweise bedingt durch sozio-ökonomische Faktoren, zurückzuführen sein könnte [9], [10]. Daher sollten Medizinstudierende der LMU München als sogenannte Impf-Guides die Stadtbewohner*innen an ausgewählten Orten aufsuchen und sie dort zur COVID-19-Schutzimpfung informieren und beraten – im Vordergrund stand dabei der praktische Nutzen zur Erhöhung der Impfbereitschaft in der Münchener Bevölkerung und nicht das wissenschaftliche Erkenntnisinteresse. Es war ausdrücklich nicht Ziel des Projekts, impfskeptische Personen von der Notwendigkeit einer Impfung zu überzeugen.

2. Projektbeschreibung

2.1. Rekrutierung und Schulung der Impf-Guides

Die Stadt München stellte für den Projektzeitraum von Anfang Februar bis Ende Dezember 2022 Mittel für die Vergütung von bis zu 50 Impf-Guides bereit. Im Verlauf des Projekts konnten insgesamt 31 Medizinstudierende rekrutiert werden, welche für ihre Tätigkeit einen Hilfskraftvertrag mit maximal 19 Wochenstunden erhielten. Die Rekrutierung erfolgte innerhalb der Studierendenschaft im klinischen Studienabschnitt der beiden Standorte LMU und Technische Universität (TU) München und oblag der Fachschaft Humanmedizin der LMU München. Diese wurde unterstützt von Mitarbeiter*innen des Instituts für Didaktik und Ausbildungsforschung in der Medizin (DAM). Das Projekt wurde von Februar bis Mai 2022 u. a. mittels Mundpropaganda, bei Semestereinführungen sowie auf MeCuMplus [11], einem Informationsportal für Medizinstudierende der LMU, beworben. Darüber hinaus organisierte die Fachschaft in Kooperation mit dem Gesundheitsreferat und dem DAM vier Onboarding-Veranstaltungen. Ziel dieser Veranstaltungen war es, interessierte Studierende über das Projekt zu informieren und sie anschließend als Impf-Guides zu rekrutieren. Die Koordination des Einsatzes erfolgte durch eine DAM-Mitarbeiterin in Abstimmung mit der Stadt.

Zur Vorbereitung auf ihre Tätigkeit im Feld mussten die zukünftigen Impf-Guides eine eintägige Schulung absolvieren. Die Schulung wurde gemeinsam von den Mitarbeiter*innen der Stadt München und des DAM konzeptualisiert und organisiert. Vorab wurden auf der Lernplattform Med.Moodle Informationen zur Schulung bereitgestellt, die kontinuierlich aktualisiert wurden. Die Präsenzschulung wurde zweimal durchgeführt und von insgesamt 22 Impf-Guides besucht. Folgende Themen wurden in der Schulung behandelt:

  1. Einführung in das Projekt und Informationen zu den Stadtteilen
  2. Vortrag zu Gesprächsangeboten im öffentlichen Raum
  3. Vorträge zu „Impfmythen“ und zur Umsetzung der COVID-19-Impfung in München
  4. Kommunikations- und Deeskalationstraining (eine detailliertere Übersicht zum Ablauf der Schulung, den Lehrinhalten sowie den Beteiligten kann Anhang 1 [Anh. 1] entnommen werden)

Die theoretischen Vortragsteile wurden aufgezeichnet, um die Studierenden, die nicht direkt zum Projektbeginn als Impf-Guides tätig werden wollten oder konnten, mit Hilfe der Online-Materialien auf ihre Tätigkeit vorzubereiten. Darüber hinaus konnten auch bereits geschulte Impf-Guides jederzeit auf diese Online-Materialen zugreifen und ihr Wissen auffrischen. Nachdem die Impf-Guides ihre ersten Einsätze auf der Straße absolviert hatten, konnten sie an zwei freiwilligen Supervisionsterminen teilnehmen. Die Durchführung dieser Termine erfolgte durch den Dozenten des Kommunikations- und Deeskalationstrainings der Präsenzschulungen (vgl. Anhang 1 [Anh. 1]). Im Rahmen der Supervisionstermine bestand die Möglichkeit, herausfordernde Situationen, Probleme und Fragen besprechen. Für medizinische Fragen konnten sich die Impf-Guides direkt an die ärztliche Leitung der Münchener Impfzentren wenden.

2.2. Beratung und Impfung der Bürger*innen

Die Stadt München wählte die Einsatzorte der Impf-Guides basierend auf sozialen Herausforderungen in den Stadtteilen (u. a. Anteil SGBII Empfänger*innen, Anteil Menschen mit Migrationshintergrund) und den dortigen Infektionszahlen aus [10], [12]. Man ging bei der Stadt davon aus, dass in diesen benachteiligten Stadtteilen die Bürger*innen schlechter an das Gesundheitssystem angebunden sind und daher aufgrund von Unwissen und/oder Ängsten eine Impfung ablehnen [9].

Zur Vorbereitung auf die Arbeit der Impf-Guides wurden die Bürger*innen der ausgewählten Stadtteile mittels mehrsprachiger Postwurfsendungen der Stadt München über das Projekt und die geplanten mobilen Impf-Aktionen informiert (insgesamt wurden mehr als 175.000 Postwurfsendungen auf Deutsch, Englisch, Französisch, Kroatisch, Russisch und Türkisch verschickt). Die Impf-Guides besuchten jeweils eine Woche vor ihrem Einsatz dort einen Stadtteil, um geeignete Beratungsorte wie öffentliche Plätze oder soziale Einrichtungen im Stadtteil zu identifizieren. Die Beratung fand meist in der ersten Wochenhälfte statt – vorzugsweise in zweigeschlechtlichen Tandems, um die Akzeptanz zu erhöhen. In der zweiten Wochenhälfte folgten dann die mobilen Impf-Aktionen, auf die die Impf-Guides während ihrer Gespräche hinwiesen. Die ärztlichen Mitarbeitenden der Aicher-Group (ein von der Stadt beauftragter Rettungsdienst für die Metropolregion München), die in Kooperation mit der MKT-Krankentransport OHG die Impfzentren in München leiteten, führten die mobilen Impfaktionen durch [9]. Die Impf-Guides unterstützten diese Aktionen vor Ort, indem sie impfwilligen Bürger*innen beim Ausfüllen der Unterlagen (Aufklärungs- und Anamnesebögen) halfen und nach der Impfung einen kostenlosen Gesundheitscheck (Blutdruck- und Blutzuckerspiegelmessung, Wiegen) anboten. Diese Gesundheitschecks dienten in den Beratungsgesprächen als zusätzlicher Anreiz, um das Impfangebot attraktiver zu machen.

2.3. Evaluationsinstrumente

Im Rahmen des Projekts wurden zum Zweck der Qualitätssicherung sowie zur Bewertung der durchgeführten Maßnahmen zwei begleitende Online-Befragungen durchgeführt. Eine Pilotierung der entwickelten Evaluationsinstrumente war aufgrund der engen zeitlichen Vorgaben nicht möglich. Eine Befragung der geimpften Bürger*innen vor Ort diente der Bewertung der Beratungstätigkeit der Impf-Guides sowie der mobilen Impf-Aktionen. Die zweite Befragung richtete sich an die Impf-Guides selbst und zielte darauf ab, die Erfahrungen der Studierenden aus dem Feld zu erfassen. Die Teilnahme an den Befragungen erfolgte freiwillig und anonym. Die Befragungen wurden mittels der webbasierten Evaluationssoftware evasys, Version 8.2 der Firma evasys GmbH administriert. Für die Ergebnisdarstellung wurden für Einfach- und Mehrfachwahlfragen Häufigkeiten (absolute und relative) und für Likert-skalierte Fragen Mittelwerte sowie Standardabweichungen berechnet. Freitextantworten wurden inhaltlich zusammengefasst. Alle Daten wurden passwortgeschützt auf einem webbasierten Cloud-Speicher des Leibniz-Rechenzentrums abgespeichert. Der Zugriff war auf Projektmitarbeitende beschränkt. Für die Befragungen der Geimpften sowie der Studierenden wurde zuvor eine Freigabe durch die Ethikkommission der LMU München erteilt (Antragsnummer 22-0333).

2.3.1. Evaluation durch die geimpften Bürger*innen

Zur Einschätzung des Erfolgs der Beratung durch die Impf-Guides und der anschließenden mobilen Impfaktionen wurde eine Online-Evaluation der Geimpften durchgeführt. Bei der Befragung der Geimpften wurde bewusst auf eine Evaluation direkt im Anschluss an die sensiblen Beratungsgespräche verzichtet, da dies unter Umständen aus früheren Befragungen bekannte Vorbehalte (z. B. dass die Pandemie dem Staat und seinen Institutionen als Vorwand zur Erhebung personenbezogener Daten dient [13]) verstärken und somit die Beratungsgespräche hätte konterkarieren können.

Die Hauptfragestellungen bei der Befragung der Geimpften waren: Haben die Impf-Guides zur Impf-Entscheidung beitragen? Warum haben sich die Bürger*innen letztlich impfen lassen? Wie lässt sich die Gruppe der Geimpften beschreiben? Zu diesem Zweck haben die Autor*innen auf der Basis von bereits vorliegenden Befragungen zu förderlichen und hinderlichen Faktoren bzgl. der Impfbereitschaft einen Fragenbogen entwickelt [13], [14]. Dieser enthielt 36 Fragen, bestehend aus Einfachwahl-, Mehrfachwahl- und Freitextfragen sowie Likert-skalierten Aussagen („Stimme überhaupt nicht zu“=1 bis „Stimme voll und ganz zu“=5). Der vollständige Fragenbogen in deutscher Sprache ist als Anhang 2 [Anh. 2] beigefügt. Er war entsprechend der Postwurfsendungen der Stadt in sechs Sprachen verfügbar. Geimpfte konnten mittels QR-Code entweder auf ihren eigenen mobilen Endgeräten oder über ein vom DAM Institut bereitgestelltes Tablet an der Umfrage teilnehmen. Darüber hinaus standen die Impf-Guides für Rückfragen sowie bei Problemen während des Ausfüllens der Evaluation als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. Der Umfang des Fragebogens war so gestaltet, dass er innerhalb der Wartezeit nach der Impfung (ca. 10 Minuten) bearbeitet werden konnte.

2.3.2. Evaluation durch die Impf-Guides

Die Erfahrungen der Impf-Guides wurden im Rahmen der zweiten semi-qualitativen Online-Evaluation der Impf-Guides untersucht. Die Hauptfragestellungen waren: Welche Herausforderungen gab es aus der Sicht der Impf-Guides bei der Beratung der Bürger*innen auf der Straße? Inwiefern war die Schulung bei der Bewältigung der Herausforderungen hilfreich? Welche Inhalte haben in der Schulung noch gefehlt? Wie schätzen die Impf-Guides den Erfolg ihrer Tätigkeit subjektiv ein? Da diese Fragestellungen spezifisch auf das hier beschriebene Projekt zugeschnitten sind, konnten die Autor*innen für diese Evaluation nicht auf erprobte Instrumente zurückgreifen. Der Fragenbogen für die Studierenden ist als Anhang 3 [Anh. 3] beigefügt und besteht aus 38 Fragen, davon sind 15 Freitextfragen und 23 Einfachwahlfragen sowie Likert-skalierte Aussagen („Trifft voll und ganz zu“=1 bis „Trifft überhaupt nicht zu“=5). Am Ende des Projekts wurden die Studierenden mittels einer E-Mail-Einladung des Studiendekans sowie der Projektleitung gebeten, sich 20 bis 30 Minuten Zeit zum Ausfüllen der Evaluation zu nehmen. Die Studierenden wurden mehrmals an die Teilnahme an der Evaluation erinnert.

3. Ergebnisse

Das Projekt begann im Februar und endete im Dezember 2022. Insgesamt suchten die Impf-Guides 12 Münchener Stadtteile auf. Im Juli fand aufgrund sinkender Nachfrage der Münchener Bevölkerung die letzte mobile Impf-Aktion statt. Zwar führten die Impf-Guides auch nach der letzten mobilen Impf-Aktion noch Beratungen durch, impfwillige Bürger*innen mussten dann allerdings die Impfzentren der Stadt aufsuchen. Im Rahmen der mobilen Impf-Aktionen erhielten 351 Personen bis Juli 2022 eine Impfung.

3.1. Ergebnisse der Evaluation durch die geimpften Bürger*innen

Von den 351 Personen, die im Rahmen der mobilen Impf-Aktionen geimpft wurden, haben 63 geimpfte Bürger*innen den Fragebogen zur Beurteilung des Projekts ausgefüllt (entspricht einem Rücklauf von ca. 18%). Es lässt sich nicht abschätzen, wie viele Personen über die mobilen Impf-Aktionen informiert wurden, aber schließlich ein alternatives Impfangebot wahrgenommen haben (z. B. in einem der Impfzentren oder beim Hausarzt). Da ab Juli 2022 keine mobilen Impf-Aktionen mehr durchgeführt wurden, konnten ab diesem Zeitpunkt keine geimpften Bürger*innen mehr befragt werden. Die Geimpften waren zu 63,5% über 40 Jahre alt und sprachen fast ebenso häufig Deutsch als Muttersprache (60,3%). In Tabelle 1 [Tab. 1] sind die soziodemographischen Angaben der geimpften Personen zusammengefasst.

Tabelle 1: Soziodemografische Angaben von durch mobile Impf-Aktion geimpfter Bürger*innen in München

Die Mehrheit der Geimpften erhielt die dritte (41,3%) oder vierte (41,3%) COVID-19-Schutzimpfung. Lediglich 7,9% ließen sich erstmals und 3,2% zum zweiten Mal impfen. Die Aussage „Das Impfangebot vor Ort hat mir die Entscheidung zur Impfung leicht gemacht“ (5-stufige Likert-Skala; 1 „stimme überhaupt nicht zu“, 5 „stimme voll und ganz zu“) wurde von 51 Befragten im Mittel mit 4,8 (SD=0,6) beurteilt. Fast die Hälfte der Geimpften (42,9%) war durch die Postwurfsendung der Stadt auf die Impf-Aktion aufmerksam geworden. Weitere Informationsquellen waren die Impf-Guides (17,5%), Nachbarn (11,1%) und Familie/Freunde (7,9%). Fast die Hälfte der Befragten (47,6%) erhielt vor der Impfung ein Beratungsgespräch; mehr als die Hälfte (56,7%) hätte sich nach eigenen Angaben allerdings auch ohne Gespräch impfen lassen. Die Arbeit der Impf-Guides wurde überwiegend positiv bewertet (vgl. Tabelle 2 [Tab. 2]). Der Fragenblock schloss mit der Freitextfrage ab, warum sich die Teilnehmenden erst jetzt impfen ließen. In den 34 gesammelten Freitextantworten tauchte das Thema „Schutz für sich selbst vor Krankheit bzw. einem schweren Verlauf und Schutz von anderen“ am häufigsten auf (22 Nennungen).

Tabelle 2: Beurteilung der Impf-Guides durch geimpfte Bürger*innen in München (März 2022 bis Juni 2022)

In einem weiteren Fragenblock wurden mögliche Sorgen und Eindrücke der Befragten in Bezug auf die COVID-19-Pandemie erhoben, z. B. im Hinblick auf die gesundheitliche und finanzielle Situation oder auf das Vertrauen in die Wissenschaft zur Lösung der COVID-19-Problematik, siehe Tabelle 3 [Tab. 3].

Tabelle 3: Beurteilung der persönlichen Situation in der Pandemie durch Münchener Bürger*innen (März 2022 bis Juni 2022)

3.2. Ergebnisse der Evaluation durch die Impf-Guides

Von Ende Mai 2022 bis Ende Juli 2022 nahmen von den insgesamt 31 Impf-Guides acht an der Evaluation ihrer Tätigkeit teil. Der erste Fragenblock bezog sich auf die Präsenzschulung sowie das Supervisionsangebot. Von acht Impf-Guides nahmen sechs an der Präsenzschulung teil und empfanden diese als hilfreich. Die Evaluationsergebnisse der Schulungsinhalte zeigten, dass die stark praxisorientierte Kommunikationsschulung von den sechs Schulungsteilnehmenden als hilfreich für ihre Beratungstätigkeit beurteilt wurde. Die medizinisch-theoretischen Schulungsinhalte empfanden hingegen nur zwei Teilnehmende als hilfreich. Von den fünf Studierenden, die die Supervision evaluierten, waren zwei der Ansicht, dass diese für ihre Tätigkeit als Impf-Guides hilfreich war.

In einem zweiten Fragenblock wurde die konkrete Tätigkeit der Impf-Guides evaluiert. Die Frage, inwiefern die Impf-Guides konfliktreiche oder herausfordernde Situationen bei ihrer Tätigkeit auf der Straße erlebt haben, beantworteten vier Studierende mit „sehr selten“ und drei mit „nie“. Nur ein Impf-Guide gab an, „gelegentlich“ problematische Situationen erlebt zu haben. Ihre Erlebnisse konnten die Studierenden als Freitexte schildern. Zusammenfassend stießen die Impf-Guides bei ihren Einsätzen auf folgende Herausforderungen:

  • Enttäuschte Gesundheitsdienstleister*innen (z. B. Apotheken) hinsichtlich des Zugangs zum Impfstoff (langes, vergebliches Warten auf die Auslieferung des Impfstoffs): möchten die mobile Impf-Aktion nicht unterstützen
  • Enttäuschte Bürger*innen hinsichtlich der Wirksamkeit der Impfung oder Bürger*innen nach erlebter Impfnebenwirkung: möchten keine weitere Impfung mehr
  • Ängstliche Bürger*innen hinsichtlich möglicher Impfnebenwirkungen: lehnen eine Impfung ab
  • Generelle Ablehnung von Impfungen bzw. Desinteresse bzgl. des Impf-Themas
  • Sprachliche Barrieren

Auf folgende Argumente griffen die studentischen Impf-Guides bei ihrer Beratungstätigkeit vorrangig zurück:

  • Wohnortnahe Impf-Aktion erleichtert das Impfen
  • Eigen- und Fremdschutz vor einem schweren Krankheitsverlauf
  • Weniger Einschränkungen hinsichtlich der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
  • Aufklärung über verschiedene Themen (z. B. Impfnebenwirkungen, Impfungen während der Schwangerschaft und Stillzeit, Unfruchtbarkeit durch Impfungen, Wirkweise von mRNA-Impfstoffen)
  • Aufklärung über die Notwendigkeit einer Booster-Impfung

Im letzten Fragenblock schätzten alle acht Studierenden ihren subjektiven Lernerfolg durch die Tätigkeit als Impf-Guide als hoch ein, insbesondere hinsichtlich des Nutzens für ihre berufliche Zukunft als Arzt bzw. Ärztin (M=2; SD=1,1) und für die zukünftige Kommunikation mit Patient*innen (M=1,5; SD=0,5).

4. Diskussion und Schlussfolgerung

Das Ziel des Projekts war es, die Impfbereitschaft (und damit die COVID-19 Impfquote) in Münchener Stadtteilen mit sozialen Herausforderungen durch Information, Beratung und ein mobiles Impfangebot zu erhöhen. Zum Zeitpunkt der Projektdurchführung war die Impfskepsis bzgl. COVID-19 ein weltweit verbreitetes Phänomen [15], [16]. Impfskepsis ist auch von anderen Impfungen, z. B. Influenza, bekannt und wird in einigen Studien mit ca. 8 bis 15% beziffert [15]. Hinsichtlich der COVID-19-bezogenen Impfskepsis wird in einem Review von Rahbeni et al. eine gepoolte Rate von ca. 32% in der allgemeinen Bevölkerung berechnet, wobei es zum Teil deutliche Schwankungen zwischen verschiedenen Ländern und Bevölkerungsgruppen gibt [16]. Die Gründe für eine Impfskepsis sind vielfältig und können etwa auf mangelndes Vertrauen in die Wissenschaft und die verfügbaren Impfstoffe, einen erschwerten Zugang zu bzw. eine mangelnde Verfügbarkeit von Einrichtungen der Gesundheitsversorgung, einen niedrigen Bildungsstatus oder die Zustimmung zu radikalen politischen Parteien zurückgeführt werden [9], [10], [15], [17]. Umso wichtiger erscheinen Projekte und Informationskampagnen zum Thema Impfen, wenngleich die Evidenzlage zum Nutzen dieser Projekte noch dünn ist [18]. Es gibt Studien, die aufzeigen, dass komplexe (z. B. die zielgruppenspezifische Ansprache und Informations- sowie Wissensvermittlung und der verbesserte Zugang zu Impfstoffen) und dialogorientierte Interventionen (z. B. die Mobilisierung von Fürsprecher*innen für Impfungen innerhalb definierter Zielgruppen, der Einsatz von Social Media oder die Nutzung von Massenmedien) am wirkungsvollsten sind [4], [5], [18], [19].

Möglicherweise hätte das dialogorientierte Impf-Guides-Projekt im Zusammenspiel mit weiteren Bausteinen eine größere Wirkung hinsichtlich der Reduzierung der Impfskepsis in der Münchener Bevölkerung entfalten können; tatsächlich wurde das Projekt jedoch nicht gemeinsam mit weiteren, edukativen Maßnahmen geplant und durchgeführt. Auch die fehlende Integration multidisziplinärer Impf-Guide-Teams (die neben medizinischem Fachpersonal auch Psycholog*innen und/oder Sozialarbeiter*innen mit einbeziehen) zur Sicherstellung einer zielgruppenspezifischen Ansprache kann als konzeptuelle Limitation angesehen werden. Darüber hinaus konnte die angestrebte Zahl von 50 Impf-Guides nicht erreicht werden, was die Reichweite der Impf-Guides in den Stadtteilen beeinträchtigt hat. Zudem wäre die Nutzung weiterer Kommunikationswege, z. B. in Form von Social Media, sinnvoll gewesen. Hinzu kam, dass die Projektdurchführung genau in einen Zeitraum fiel, in dem COVID-19-Schutzmaßnahmen bundesweit wieder reduziert wurden, was die Impfbereitschaft negativ beeinflusst haben dürfte [20]. Eine kritische Betrachtung der Evaluationsergebnisse verdeutlicht einerseits die Herausforderungen bei der Durchführung, andererseits bestätigt sie den grundsätzlich sinnvollen Ansatz des hier beschriebenen Projekts.

Die Durchführung der Schulungen für die Impf-Guides war mit einem hohen organisatorischen Aufwand verbunden. Während an der ersten Schulung noch 17 interessierte Studierende teilnahmen, kamen zur zweiten Schulung nur noch fünf. Insgesamt wurde das praxisorientierte Kommunikationstraining von den Teilnehmenden als besonders hilfreich für ihre Tätigkeit als Impf-Guides beschrieben. Da mit der Zeit das Interesse der Studierenden am Projekt abnahm, wurden nach der zweiten Schulung nur noch Online-Lernmaterialen auf der Lernplattform bereitgestellt. Lediglich acht der insgesamt 31 Impf-Guides füllten den Fragebogen zur Evaluation ihrer Beratungstätigkeit in den Stadtteilen aus. Alle acht Impf-Guides schätzten ihren persönlichen Lernerfolg durch das Projekt sowohl für ihre spätere ärztliche Tätigkeit als auch für ihre Kommunikation mit Patient*innen als hoch ein. Jedoch sind die Ergebnisse der Evaluation aufgrund des geringen Rücklaufs und der fehlenden Pilotierung unserer Fragebogeninstrumente mit Zurückhaltung zu interpretieren. Möglicherweise hat sich bei den Studierenden eine allgemeine Evaluationsmüdigkeit eingestellt, da in den Pandemie-Jahren zahlreiche COVID-19-bezogene Befragungen und Studien an deutschen Hochschulen durchgeführt wurden – hiervon zeugen unter anderem auch zwei Sonderausgaben des GMS Journal for Medical Education zum Thema „Lehre in Zeiten von COVID-19“ [21], [22]. Des Weiteren ist die Subjektivität der studentischen Rückmeldungen zu berücksichtigen.

Die Impf-Guides erreichten vor allem Menschen, die bereits offen für die COVID-19-Impfung waren. Die Evaluation der geimpften Bürger*innen bietet nur einen nicht-repräsentativen Einblick in die Münchener Bevölkerung, da nur Personen befragt wurden, die sich impfen ließen. Der Rücklauf unter den geimpften Bürger*innen lag bei 18%. Überwiegend ließen sich Personen impfen, die bereits eine Impfung erhalten hatten und daher vermutlich über eine bereits gut ausgebildete Gesundheitskompetenz verfügten [9], [19]. Diese Vermutung wird durch die Freitextantworten der Geimpften unterstrichen, die als Grund für die Impfung überwiegend den Eigen- und Fremdschutz zu Protokoll gaben. Zwar ist es durchaus wahrscheinlich, dass von den Impf-Guides beratene Personen sich auch außerhalb der mobilen Impf-Aktionen impfen ließen, jedoch liegen dazu keine Zahlen vor. Womöglich wurden die intendierten Zielgruppen (v. a. sozioökonomisch benachteiligte Personen und Menschen mit Migrationshintergrund) nicht ausreichend erreicht. Ein Blick auf die Muttersprache der Geimpften deutet darauf hin, dass diese Personengruppe durch das Projekt nicht ausreichend erreicht wurde. Es gibt verschiedene Gründe für das Nichterreichen der Zielgruppe – etwa, dass medizinische Impf-Guides nicht dem sozialen Milieu der Zielgruppe entstammen und daher die Problemlage der Zielgruppe (schlechter Zugang zum Gesundheitssystem, mangelnde Gesundheitskompetenz) nicht adäquat adressieren konnten [19]. Hinzu kommt, dass nicht explizit mehrsprachige Studierende als Impf-Guides rekrutiert wurden.

Unabhängig von Impfkampagnen ist zu überlegen, ob geschulte und ggf. mehrsprachige Studierende als „Gesundheits-Guides“ die Bevölkerung zu allgemeinen Gesundheits-, Präventions- und Gesundheitsförderungsthemen beraten könnten. Die systematische Einbeziehung von Studierenden als Gesundheits- und Präventionsberater*innen kann einerseits zum Erwerb entsprechender übergeordneter Kompetenzen (vgl. Kapitel VIII.4 des NKLM 2.0) und andererseits zur Förderung der Gesundheitskompetenz in der Bevölkerung beitragen [9], [19]. Für die Erreichung dieser Ziele sollte eine curriculare Erweiterung der Lernorte in Zusammenarbeit mit öffentlichen Einrichtungen der Gesundheitsversorgung etabliert werden.

Anmerkungen

Autorenschaft

Die Autor*innen Jan M. Zottmann und Johanna Huber teilen sich die Erstautorenschaft.

ORCIDs der Autor*innen

Danksagung

Wir danken den Kolleg*innen der Landeshauptstadt München (insbesondere Renate Binder, Christian Breu, Annette Gottstein-Vetter, Annette Gröger, Hubert Schiefer), der Fachschaft Humanmedizin der LMU München (vertreten durch Cedric Smets), den studentischen Impf-Guides, unserem Modul-6-Studierenden Hussam Albardawel, unseren Institutskolleg*innen Sabine Koerth, Sven Sarbu-Rothsching und Marc Weidenbusch und allen Vortragenden der Impf-Guides-Schulung, insbesondere den Mitarbeiter*innen der Aicher-Ambulanz (vertreten durch Maximilian Hinkofer und Joachim Weidringer) und dem Allparteilichen Konfliktmanagement in München (AKIM) (vertreten durch Sven von Braumüller und Michael Wübbold).

Interessenkonflikt

Die Autor*innen erklären, dass sie keinen Interessenkonflikt im Zusammenhang mit diesem Artikel haben.


Literatur

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[2] Hertel C. Impf-Guides in München: Als Aufklärer gegen Corona. Abendzeitung Digital.10. März 2022. Zugänglich unter/available from: https://www.abendzeitung-muenchen.de/muenchen/impf-guides-in-muenchen-als-aufklaerer-gegen-corona-art-799016
[3] Rudolf V. Den Menschen die Ängste nehmen. Merkur tz. 04.02.2022. Zugänglich unter/available from: https://www.tz.de/muenchen/region/hallo-muenchen/landratsamt-muenchen-schickt-impfguides-zu-der-noch-ungeimpften-bevoelkerung-91275540.html
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[11] LMU München. MeCuMplus. München: LMU München. Zugänglich unter/available from: https://mecumplus.de/startseite
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Anhänge

Anhang 1Ablaufplan und Lehrinhalte der Präsenzschulung für die Impf-Guides (Anhang_1.pdf, application/pdf, 149.1 KBytes)
Anhang 2Befragung zur COVID-19-Schutzimpfung (Anhang_2.pdf, application/pdf, 255.17 KBytes)
Anhang 3Fragebogen zur Evaluation der Impf-Guides (Anhang_3.pdf, application/pdf, 240.59 KBytes)