Infektionsdiagnostische Handlungskompetenzen von Studierenden der Humanmedizin als essenzielle Grundlage für eine ärztliche Resilienz gegenüber zukünftigen infektionsmedizinischen Herausforderungen
Claudia Brandt 1,2Karsten Becker 1,3
Sandra Ciesek 4,5
Ulf Dittmer 4,6
Volkhard A. J. Kempf 1,2
Bettina Löffler 1,7
Frauke Mattner 1,8
Klaus Pfeffer 1,9
Jonathan Jantsch 1,10
1 Ständige Arbeitsgemeinschaft Aus-, Weiter- und Fortbildung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie, Hannover, Deutschland
2 Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Universitätsmedizin Frankfurt, Deutschland
3 Friedrich Loeffler-Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universitätsmedizin Greifswald, Deutschland
4 Gesellschaft für Virologie, Aschaffenburg, Deutschland
5 Institut für Medizinische Virologie, Universitätsmedizin Frankfurt, Deutschland
6 Institut für Virologie, Universitätsklinikum Essen, Deutschland
7 Institut für Medizinische Mikrobiologie, Universitätsklinikum Jena, Deutschland
8 Lehrstuhl für Hygiene und Umweltmedizin, Universität Witten/Herdecke, Deutschland
9 Institut für Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Düsseldorf, Deutschland
10 Institut für Medizinische Mikrobiologie, Immunologie und Hygiene, Uniklinik Köln, Deutschland
Zusammenfassung
Die Lehre im Fach „Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene“ zeichnet sich durch die Vermittlung von infektionsmedizinischen Handlungskompetenzen aus. Dies geschieht zumeist in zeit- und kostenintensiven praktischen Kursen, die im Wettbewerb mit anderen Lehrveranstaltungen stehen. Die Lehrveranstaltungen müssen dabei zwingend das Alleinstellungsmerkmal der Übertragbarkeit von Infektionserregern mit den weitreichenden Auswirkungen auf den individuellen Patienten, das Patientenumfeld, die Gesellschaft, Tiere und Umwelt berücksichtigen (One-Health-Konzept). Das Verständnis für die Komplexität dieser erregerassoziierten Risiken erfordert ein belastbares Wissen zur Epidemiologie, Prävention, Diagnostik und Therapie von Infektionserkrankungen. Eine auch zukünftig gesicherte ärztliche Resilienz gegenüber den infektionsmedizinischen Herausforderungen ist nur über infektionsmedizinische Handlungskompetenzen bei Studierenden der Humanmedizin zu erreichen. Hierbei stellt das Verständnis für eine qualifizierte Infektionsdiagnostik eine Kernkompetenz für jegliche eigenverantwortliche Ausübung wissenschaftlich-begründeter und evidenzbasierter ärztlicher Tätigkeit dar. Kenntnis und Einsatz adäquater und schneller Infektionsdiagnostik sind unabdingbar, weil nur sie als Grundlage der rationalen antimikrobiellen Therapie den missbräuchlichen Antibiotikaeinsatz verhindern, der die Hauptursache für die Entwicklung multiresistenter Krankheitserreger ist. Darüber hinaus spielt eine schnelle Infektionsdiagnostik bei der Eindämmung von Ausbrüchen und Unterbrechung von Infektionsketten eine zentrale Rolle. Ein rasches ärztliches Handeln ist im hochdynamischen Kompetenzfeld der Virologie, Mikrobiologie und Hygiene gleichermaßen gefordert, da Aussagekraft und Interpretation der Infektionsdiagnostik stark vom Infektionszeitpunkt, dem klinischen Kontext sowie von Impfungen oder Vorerkrankungen abhängen. Die korrekte Probenentnahme, die Auswahl des geeigneten Testverfahrens sowie die kritische Bewertung mikrobiologischer und virologischer Befunde sind essenzielle ärztliche Handlungskompetenzen, die keinesfalls im Selbststudium, sondern nur in einer strukturierten praxisorientierten Ausbildung mit praktischen Übungen erworben werden können und zentrale Elemente der Infektionsdiagnostik, -prävention und -therapie darstellen.
Stellungnahme
Studiengänge aller Fachrichtungen stehen unter dem permanenten Druck, die exponentielle Zunahme des Wissens adäquat für die Studierenden aufzubereiten. Die dafür bereitgestellten Mittel sowie die dafür verfügbare Zeit unterliegen jedoch aufgrund der Begrenztheit dieser Ressourcen einem zwischenfachlichen Wettbewerb und beschleunigen gleichzeitig die Suche nach alternativen Lehrformaten oder Selbstlernformaten. Sehr leicht können dadurch essentiell notwendige Lehrinhalte verdrängt werden, insbesondere kosten- und zeitintensive praktische Kursinhalte. Hierunter fallen auch die sogenannten Laborfächer, insbesondere die Medizinische Mikrobiologie, Virologie und Hygiene mit ihren erregerbezogenen und infektionsmedizinischen Inhalten. Die Übertragbarkeit von Infektionserregern als Alleinstellungsmerkmal von Infektionskrankheiten sowie die hohe Erregerdynamik hinsichtlich ihrer Ausbreitungs-, Virulenz- und Resistenzeigenschaften bedingen sowohl eine besondere patientenindividuelle als auch eine gesamtgesellschaftliche Dimension für das Management von Infektionserkrankungen.
Angesichts der Herausforderungen durch eine sich ständig ändernde Arbeits- und Lebenswelt, die unter anderem durch demografische Prozesse, Klimawandel, Biodiversitätsverlust, das Zusammenrücken tierischer und menschlicher Lebensräume, Migration sowie terroristische und kriegerische Bedrohungen verursacht wird, können Infektionserkrankungen rasch bedrohliche gesamtgesellschaftliche Auswirkungen haben. Dies hat die SARS-CoV-2-Pandemie eindrücklich gezeigt. Pandemische und epidemische Ereignisse wurden in den letzten Jahren in besonderem Maße durch Virusinfektionen geprägt, wie respiratorische Viren, hämorrhagische Fieberviren oder neu auftretende Zoonosen eindrücklich zeigen [1], [2], [3]. Eine Befähigung zu wissenschaftlich basierter Infektionsdiagnostik ist daher nicht nur für die Versorgung des einzelnen Patienten entscheidend, sondern bildet die Grundlage für Ausbruchsdetektion, Surveillance, Kontaktpersonennachverfolgung und gesundheitspolitische Entscheidungen. Ärztinnen und Ärzte müssen somit bereits im Studium befähigt werden, mikrobiologische und virologische Befunde nicht nur für den individuellen Patienten zu bewerten, sondern auch im öffentlichen Gesundheitskontext einzuordnen. Hinzu kommen neue Herausforderungen durch den medizinisch-technischen Fortschritt (z.B. Einsatz von medical devices sowie Veränderungen in den Patientenkollektiven (z.B. Zunahme an sehr jungen, älteren, multimorbiden und immunsupprimierten Patienten) mit ungünstigen Auswirkungen auf die Ausbreitung und den Verlauf von Infektionserkrankungen.
Hochgefährlich ist auch die sogenannte „stumme Pandemie“ mit antibiotikaresistenten Bakterien und anderen Mikroorganismen, die sich weltweit stark ausbreiten. Laut aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) starben im Jahr 2019 in Deutschland schätzungsweise 9.600 Menschen direkt an Infektionen mit antibiotikaresistenten Erregern und 45.700 Menschen im Gefolge derartiger Infektionen [4]. Diese Zunahme von ambulant und nosokomial erworbenen Infektionen durch multiresistente bakterielle Erreger stellt eine der größten Bedrohungen für die Weltbevölkerung dar, wovor die WHO bereits im Jahr 2014 mit dem Begriff der „post-antibiotischen Ära“ eindringlich gewarnt hat [5]. Parallel dazu nimmt die Zahl der Infektionen als Hauptdiagnosen auf Intensivstationen weiter zu [6] und schon über 20% aller stationären Patienten werden wegen Infektionserkrankungen behandelt [7]. Weltweit zählt die Zunahme der Antibiotikaresistenzen zu den größten globalen Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit. Multiresistente Keime sind Schätzungen zufolge direkt für 1,27 Millionen Todesfälle weltweit pro Jahr verantwortlich und tragen zu weiteren 4,95 Millionen Todesfällen bei [8]. Die moderne Infektionsmedizin kann jedoch nur dann als effektives Instrument zur Förderung der Resilienz gegenüber diesen Bedrohungen fungieren, wenn bereits im Medizinstudium ein umfassendes Verständnis für die Epidemiologie, Pathogenese, Diagnostik, Therapie und Prävention von Infektionserkrankungen vermittelt wird. Die Virologie nimmt hierbei eine besondere Stellung ein, da sie in besonderem Maße diagnostische, klinische sowie bevölkerungsmedizinische Perspektiven und Dynamiken miteinander verbindet. Sie vermittelt das Verständnis für die Entstehung von Virusvarianten, für Mutationsdynamiken und Immunescape-Mechanismen. Dies ist für die Wirksamkeit von zahlreichen Impfstoffen von zentraler Bedeutung. All die oben genannten Inhalte sind für eine moderne Infektionsmedizin unverzichtbar und dürfen im Rahmen von möglichen Reformprozessen nicht marginalisiert oder in digitale Selbstlernformate ausgelagert werden.
Fehlende Kompetenzen in den Bereichen Präanalytik, Analytik, kritische Beurteilung und therapeutische Umsetzung infektionsdiagnostischer Befunde führen zu Fehldiagnosen und Patientenfehlbehandlungen. Als Beispiel für eine unzulängliche Infektionsdiagnostik sei neben der Harnwegsinfektionsdiagnostik [9] auch die Sepsisdiagnostik genannt, von der bekannt ist, dass sie bei fehlerhafter Durchführung die Todesrate von septischen Patienten signifikant erhöht [10]. Darüber hinaus werden zukünftig patientennahe mikrobiologische und virologische Soforttestungen zunehmend in den Bereich der ambulanten Patientenversorgung verlagert, deren korrekte Durchführung von qualifiziertem Personal überwacht und mit einem adäquaten Qualitätsmanagement begleitet werden muss. Die wissenschaftlich basierte Interpretation der Ergebnisse dieser Soforttestungen kann, wie auch die mikrobiologische und virologische Notfalldiagnostik, nicht flächendeckend von klinischen Mikrobiologen und Virologen geleistet werden, sondern muss insbesondere im ländlichen Raum verstärkt durch die Allgemeinmedizin und andere ärztliche Disziplinen durchgeführt werden. Die hierfür zwingend erforderlichen praktischen Kompetenzen in den zentralen infektionsdiagnostischen Prozeduren und Verfahren sind nicht im Selbststudium erlernbar und müssen daher auch in Zukunft als integraler Bestandteil der Notfalldiagnostik im Medizinstudium verankert bleiben.
Da Infektionserkrankungen aufgrund der Übertragbarkeit von Erregern nie nur den infizierten Patienten betreffen, sondern auch dessen Umfeld vital gefährden können, müssen Studierende befähigt werden, ihr infektionsmedizinisches Handeln in seiner gesamten Komplexität auf andere Patienten, das Personal, Nutz-, Begleit- und Wildtiere sowie die Umwelt auszurichten. Sie müssen sich in einem One-Health-Kontext darüber bewusst sein, dass Erregerübertragungen von lokal begrenzten Ausbruchsgeschehen in epi- oder sogar pandemischen Ereignissen kulminieren können. In Bezug auf antiinfektive Therapiekonzepte bedeutet dies, die Vermeidung von Resistenzentwicklung und Resistenzselektion sowie die erheblichen sozioökonomischen Folgen für das Gesundheitssystem, die von akuten und chronischen Infektionen ausgehen, stets zu bedenken. Ebenso ist die Kenntnis über die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen (Meldepflicht, Isolationspflicht, Hygienevorgaben) für jegliche ärztliche Tätigkeit verpflichtend. Nur eine fundierte infektionsdiagnostische Ausbildung der Studierenden im Medizinstudium stellt sicher, dass wir uns gegen die tödliche Gefahr durch Infektionen mit resistenten Keimen, nahrungsmittelübertragenen Erregern (wie z.B. EHEC) oder pandemischen Viren (wie z.B. SARS-CoV-2) sowie hochresistenten Pilzen (wie Candida auris) bestmöglich wappnen können.
Neuere Lehrkonzepte definieren ein zunehmend anspruchsvolleres und umfangreicheres Absolventenprofil für Studierende der Humanmedizin, deren Ziel darin besteht, die Arbeitstauglichkeit der Absolventinnen und Absolventen und deren Kompetenzen in den unterschiedlichen ärztlichen Rollen nach einem sechsjährigen Medizinstudium zu gewährleisten. Gefordert wird in diesen Konzepten, dass die jungen Ärztinnen und Ärzte ihre tägliche Arbeit zukünftig vermehrt auf eine wissenschaftliche Grundlage stellen und dafür die aktuell beste verfügbare Evidenz im Sinne der evidenzbasierten Medizin heranziehen. In der Diskussion um eine Reform des Medizinstudiums in Deutschland findet sich bei der Ausgestaltung des Curriculums der Anspruch, den jeweiligen medizinischen Fakultäten erhebliche Spielräume einzuräumen. Das kann, insbesondere unter sich verändernden ökonomischen Rahmenbedingungen, dazu führen, dass substanzielle Anteile der Lerninhalte in das Eigenstudium und in digitale Lernangebote verschoben werden. Hieraus könnte resultieren, dass die Studierenden zukünftig nur unzureichend belastbare infektionsmedizinische Kenntnisse und Fertigkeiten erwerben. Diese sind in der Infektionsmedizin aber eine zwingende Voraussetzung für die Herausbildung einer kritischen und analytischen Denkfähigkeit, damit die Studierenden im Sinne einer überfachlichen/fächerübergreifenden Kompetenz zukünftig unabhängig von der Fachrichtung jedwede ärztliche Tätigkeit verantwortungsvoll ausüben können. Besonders kritisch wäre der Wegfall praktischer Fertigkeiten im Umgang mit Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze, Parasiten), da für eine wissenschaftlich basierte Behandlung von Infektionserkrankungen ist der spezifische direkte oder indirekte mikrobiologische oder virologische und somit kausale Erkrankungsnachweis zu erbringen ist. Nur auf der Grundlage eines mikrobiologischen bzw. virologischen Befundes kann schlussendlich eine gezielte infektiologische Behandlung gelingen [11].
Durch die Lehrinhalte der Medizinischen Mikrobiologie und Virologie sowie Hygiene zu Krankheitserregern, deren Charakteristika, Epidemiologie und Wechselbeziehungen mit ihren jeweiligen Wirten wird das Verständnis für spezifische Manifestationsformen von durch Infektionserreger hervorgerufenen Krankheitsbildern geprägt. Diese Kenntnisse sind nicht nur wegweisend in der infektiologischen Differenzialdiagnostik, sondern auch für die Auswahl geeigneter Untersuchungsmaterialien und für den labordiagnostischen Nachweis der Infektionserreger ebenso wie für die Therapie und Prävention von Infektionserkrankungen unabdingbar. Die Beherrschung der für die Patientenversorgung, das Patientenumfeld und für unsere Gesellschaft systemrelevanten Kerninhalte der Infektionsdiagnostik (u.a. Epidemiologie, Pathogenese, Entstehung und Verbreitung von Resistenzmechanismen, diagnostic stewardship), der Infektionsprävention (u.a. Hygiene, Impfungen) und der Infektionstherapie (u.a. Antibiotika, antivirale Therapiekonzepte, Immuntherapien, antibiotic/antimicrobial stewardship) wird bereits seit 2011 in Deutschland durch das Infektionsschutzgesetz im §23 rechtlich bindend eingefordert [12]. Der Erwerb dieser Kompetenzen kann aber nur zuverlässig durch die eigenständige Durchführung des infektionsdiagnostischen Untersuchungsgangs an praxisrelevanten Fallbeispielen im Medizinstudium vermittelt werden.
Nur unter direkter Anleitung und Aufsicht von fachärztlichem Personal können die Studierenden durch selbstständiges praktisches Einüben infektionsdiagnostischer Grundfähigkeiten und Arbeitsabläufe die zentralen Prinzipien und Besonderheiten der Diagnostik sowie die sich daraus ableitenden therapeutischen und hygienischen Konsequenzen erlernen. Gleichzeitig wird ihnen dadurch der sichere und verantwortungsvolle, arbeits- und infektionsschutzgerechte Umgang mit infektiösen Patientenmaterialien und potentiell pathogenen Erregern sowie der verantwortungsbewusste Einsatz von Antibiotika vermittelt. Darüber hinaus wird das individuelle Durchdringen der immer komplexer werdenden diagnostischen Entscheidungsprozesse gefördert und somit der Transfer von entwickelten Lösungsstrategien auf ähnliche Situationen und Probleme vorbereitet. Ein tiefgreifendes Verständnis für die Bedeutung und Tragweite dieser theoretischen und praktischen Kenntnisse ist Voraussetzung dafür, dass sich auch in Zukunft angehende Medizinerinnen und Mediziner für eine Tätigkeit in diesem grundlegenden Fachgebiet der Medizin entscheiden [13].
Bei allen Reformprozessen des Medizinstudiums ist es dringend erforderlich, sicherzustellen, dass die Inhalte der Medizinischen Mikrobiologie und Virologie sowie der Hygiene weiterhin im praktischen Kontext von Fachärztinnen und Fachärzten für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sowie von Fachärztinnen und Fachärzten für Hygiene und Umweltmedizin im Rahmen von allgemein verpflichtenden Präsenzpraktika gelehrt werden. Nur so kann auch zukünftig eine sichere und fundierte Handlungskompetenz der Absolventinnen und Absolventen nicht nur zum Schutz des individuellen Patienten, sondern auch zum Eigenschutz und Schutz des Gemeinwohls gewährleistet werden.
Anmerkungen
KI-Nutzung
Während der Erstellung dieser Arbeit haben die Autoren ChatGPT (https://chat.openai.com/) zur Verbesserung der englischen Sprache und Grammatik genutzt. Danach haben die Autoren den Inhalt sorgfältig überprüft und übernehmen die volle Verantwortung für den Inhalt der Veröffentlichung.
Interessenkonflikte
Die Autoren erklären, dass sie keine Interessenkonflikte in Zusammenhang mit diesem Artikel haben.
Literatur
[1] Jones KE, Patel NG, Levy MA, Storeygard A, Balk D, Gittleman JL, Daszak P. Global trends in emerging infectious diseases. Nature. 2008 Feb 21;451(7181):990-3. DOI: 10.1038/nature06536[2] Morens DM, Fauci AS. Emerging Pandemic Diseases: How We Got to COVID-19. Cell. 2020 Sep 3;182(5):1077-92. DOI: 10.1016/j.cell.2020.08.021
[3] World Health Organization. Managing epidemics: Key facts about major deadly diseases. 2023 [last accessed 2026 Apr 1]. Available from: https://www.who.int/publications/i/item/9789240083196
[4] Meštrović T, Haller S, Robles Aguilar G, Meinen A, Gershberg Hayoon A, Geffers C, Dörre A, Abu Sin M, Gray AP, Swetschinski LR, Ikuta KS, Chung E, Wool EE, Han C, Araki DT, Hsu R, Dolecek C, Eckmanns T, Naghavi M. Antimicrobial resistance burden landscape in Germany in 2019: a comparative country-level estimation. JAC Antimicrob Resist. 2025 Aug 14;7(4):dlaf142. DOI: 10.1093/jacamr/dlaf142
[5] World Health Organization. Antimicrobial resistance: global report on surveillance. 2014 [last accessed 2026 Apr 1]. Available from: https://www.who.int/publications/i/item/9789241564748
[6] Sjoding MW, Prescott HC, Wunsch H, Iwashyna TJ, Cooke CR. Longitudinal Changes in ICU Admissions Among Elderly Patients in the United States. Crit Care Med. 2016 Jul;44(7):1353-60. DOI: 10.1097/CCM.0000000000001664
[7] Rieg S, Küpper MF. Infectious diseases consultations can make the difference: a brief review and a plea for more infectious diseases specialists in Germany. Infection. 2016 Apr;44(2):159-66. DOI: 10.1007/s15010-016-0883-1
[8] Antimicrobial Resistance Collaborators. Global burden of bacterial antimicrobial resistance in 2019: a systematic analysis. Lancet. 2022 Feb 12;399(10325):629-55. DOI: 10.1016/S0140-6736(21)02724-0
[9] Vaughn VM, Gupta A, Petty LA, Malani AN, Osterholzer D, Patel PK, Younas M, Bernstein SJ, Burdick S, Ratz D, Szymczak JE, McLaughlin E, Czilok T, Basu T, Horowitz JK, Flanders SA, Gandhi TN. A Statewide Quality Initiative to Reduce Unnecessary Antibiotic Treatment of Asymptomatic Bacteriuria. JAMA Intern Med. 2023 Sep 1;183(9):933-41. DOI: 10.1001/jamainternmed.2023.2749
[10] Brunkhorst FM, Adamzik M, Axer H, Bauer M, Bode C, Bone HG, Brenner T, Bucher M, David S, Dietrich M, Eckmann C, Elke G, Esser T, Felbinger T, Geffers C, Gerlach H, Grabein B, Gründling M, Günther U, Hagel S, Hecker A, Henkel S, Janusan B, John S, Jörres A, Kaasch A, Kluge S, Kochanek M, Lajca A, Marx G, Mayer K, Meybohm P, Mörer O, Oppert M, Patchev V, Pletz M, Putensen C, Rahmel T, Rosendahl J, Rossaint R, Salzberger B, Sander M, Schaller S, Scharf-Janssen C, Schmitt F, Unterberg M, Weigand M, Weimann A, Weis S, Weiß B, Wolf A, Zarbock A. S3-Leitlinie Sepsis – Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge – Update 2025 [S3 guideline on sepsis-prevention, diagnosis, therapy, and follow-up care – update 2025]. Med Klin Intensivmed Notfmed. 2025 Dec;120(Suppl 2):163-231. DOI: 10.1007/s00063-025-01317-1
[11] Fätkenheuer G, Jung N, Kern WV, Fölsch UR, Salzberger B. Infektiologie – ein Schwerpunkt der Inneren Medizin [Infectious diseases – a specialty of internal medicine]. Internist (Berl). 2018 Apr;59(4):334-40. DOI: 10.1007/s00108-018-0387-4
[12] Infektionsschutzgesetz (IfSG) vom 20. Juli 2000, zuletzt geändert durch Art. 3 Abs. 1 G v. 4.3.2026 I Nr. 60. [last accessed 2026 Apr 1]. Available from: https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/ifsg/1.html
[13] Telchik C, Peterson CJ, Yakubik T, Park S, Baffoe-Bonnie A, Sisco L. Gauging Medical Students' Interests in Infectious Diseases. Clin Infect Dis. 2025 Jun 4;80(5):1045-52. DOI: 10.1093/cid/ciae552



