Cover: Begründungen und Methoden

Begründungen und Methoden

Deutsche Forschungsgemeinschaft (Herausgeber)


Peer Review

Die Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe veröffentlicht die Ergebnisse ihrer Tätigkeit in den vier Publikationsreihen MAK-Begründungen (MAK Value Documentations), Beurteilungswerte in biologischem Material (Assessment Values in Biological Material), Luftanalysen-Methoden (Air Monitoring Methods) und Biomonitoring-Methoden (Biomonitoring Methods). Die Publikationen werden in den Sitzungen der Kommission (in Arbeitsgruppen und im Plenum) unter den ca. 25 bis 50 Anwesenden intensiv diskutiert und im Konsens verabschiedet. Die Bekanntgabe der abgeschlossenen Überprüfungen von MAK- und BAT-Werten sowie der weiteren Einstufungen erfolgt zum 1. Juli eines Jahres in der MAK- und BAT-Werte-Liste sowie auf der Homepage der Kommission bei der DFG. Daran schließt sich eine sechsmonatige öffentliche Kommentierungsphase an. Die Manuskripte werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt, eingehende wissenschaftliche Kommentare werden in der Kommission diskutiert und vor der endgültigen Veröffentlichung berücksichtigt. Weiterhin werden alle Dokumente der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und dem Unterausschuss III des Ausschusses für Gefahrstoffe des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales während der Kommentierungsphase zur Verfügung gestellt, wissenschaftlich geprüft und ggf. kommentiert. Änderungen in der Kommentierungsphase werden mit der darauffolgenden MAK- und BAT-Werte-Liste bekannt gegeben.

Bei den „Luftanalysen-Methoden“ und „Biomonitoring-Methoden“ findet ein ausführlicher Diskussions- bzw. Review-Prozess innerhalb der Arbeitsgruppen statt. Die beschriebenen Methoden werden vor der Veröffentlichung zunächst durch ein anderes Labor unabhängig geprüft (Methodenentwickler und Prüfer). Die Methodenbeschreibungen werden anschließend in der Sitzung durch teilnehmende Gäste, die keine Mitglieder der Kommission sind, kritisch bewertet und diskutiert. Erst danach erfolgt die Freigabe zur Veröffentlichung.

Interessenskonflikte

Im Hinblick auf die Aufgabe der Kommission werden als Mitglieder Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen ad personam in ihrer Eigenschaft als sachkundige Experten berufen und nicht als Vertreter der Institutionen oder Unternehmen, in denen sie tätig sind. Neben diesen Mitgliedern arbeiten in der Kommission auch Gäste und Ständige Gäste mit. Gäste können von der Kommission und den Arbeitsgruppen als Experten für spezifische Themen eingeladen werden. Die Gäste sollen durch ihr Fachwissen die Kommission bei ihrem Evaluierungs-und Entscheidungsprozess unterstützen. Als Ständige Gäste mit beratender Stimme werden Wissenschaftler und andere sachverständige Personen aus Behörden berufen, die sowohl mit Forschungsaufgaben betraut sein als auch hoheitliche Aufgaben wahrnehmen können. Da sie institutionell den potentiellen Beratungsnehmern angehören, erhalten sie kein Stimmrecht. So soll ein möglicher Interessenkonflikt von vornherein vermieden werden. Vor jeder Beratung werden von allen Teilnehmern mögliche Interessenskonflikte abgefragt, dokumentiert sowie bewertet und Konsequenzen für das Verhalten in Diskussion und Abstimmung festgelegt.

https://www.dfg.de/formulare/72_01/72_01_de.pdf

Ethikerklärung

Die Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe greift für ihre Arbeit im Wesentlichen auf Daten aus öffentlich zugänglichen Studien (In-vitro-, tierexperimentelle und Humanstudien) zurück; zudem bezieht sie unveröffentlichte, OECD-Prüfrichtlinien-konforme Tierstudien, auch aus dem industriellen Kontext, mit ein, wenn ein Zugang zu den vollständigen Studienberichten gewährleistet ist. Die Kommission führt solche Studien weder selbst durch, noch gibt sie diese in Auftrag.
Die Einhaltung der erforderlichen rechtlichen und ethischen Standards in Bezug auf tierexperimentelle Studien und Probandenstudien wurde im Kontext der Bewilligung der Mittel durch den Fördergeber und/oder im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Ergebnisse geprüft. Die Einhaltung der rechtlichen und ethischen Bestimmungen besteht insofern auch bei der Zusammenführung der Studienergebnisse. Studien, bei denen Zweifel bestehen, ob ethische Standards eingehalten wurden, werden in die abschließende Bewertung nicht einbezogen.