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GMS Journal for Medical Education

Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)

ISSN 2366-5017


Dies ist die deutsche Version des Artikels. Die englische Version finden Sie hier.
Projektbericht
Planetary Health

[Das Ärztliche Kompetenztraining „Klimasensible Gesundheitsberatung“ – ein interdisziplinärer Ansatz in der Planetary Health-Lehre]

 Benedikt Lenzer 1
Raphael Kunisch 1
Elke Hertig 2
Verina Wild 3
Katharina-Jaqueline Wabnitz 3
Christoph Josef Schindler 4
Marco Roos 1

1 Universität Augsburg, Medizinische Fakultät, Lehrstuhl für Allgemeinmedizin, Augsburg, Deutschland
2 Universität Augsburg, Medizinische Fakultät, Regionaler Klimawandel und Gesundheit, Augsburg, Deutschland
3 Universität Augsburg, Medizinische Fakultät, Institut für Ethik und Geschichte der Gesundheit in der Gesellschaft, Augsburg, Deutschland
4 Universität Augsburg, Medizinische Fakultät, Department of Medical Education, Augsburg, Deutschland

Zusammenfassung

Zielsetzung: Dieser Beitrag stellt das Ärztliche Kompetenztraining (ÆKT) Klimasensible Gesundheitsberatung (KSGB) der medizinischen Fakultät Augsburg vor. Dabei wird der Entwicklungs- und Implementierungsprozess dargestellt und reflektiert. Es wurde versucht, den komplexen Anforderungen der Planetary Health-Lehre durch Zusammenarbeit verschiedener Institute bei der Integration in das medizinische Curriculum der Universität Augsburg zu begegnen.

Projektbeschreibung: Das ÆKT KSGB wurde von drei Lehrstühlen entwickelt. Es umfasst Präsenz-Einheiten sowie E-Learning und ist im 8. Semester des Curriculums verankert. In die Entwicklung ist das Kapitel Planetare und Globale Gesundheit des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin sowie Kriterien für qualitative Planetary Health-Lehre eingeflossen. Im ÆKT KSGB wird Wissen zu den Umweltveränderungen und den gesundheitlichen Folgen vermittelt. Es wird Kommunikationskompetenz und eine ethisch reflektierte Haltung vermittelt.

Ergebnisse: Das ÆKT KSGB konnte ab 2023 durchgeführt werden. Alle Charakteristika qualitativer Planetary Health-Lehre. wurden im ÆKT umgesetzt, wobei auf die Ausbildung transformativer Kompetenzen, wie die Fähigkeit klimasensibel zu kommunizieren, Wert gelegt wurde. Die Lehrmaterialien wurden öffentlich bereitgestellt. Das ÆKT KSGB wurde aufgrund von Rückmeldung der Studierenden und Lehrenden weiterentwickelt.

Schlussfolgerung: Der Herausforderung, ein komplexes Planetary Health-Lehrformat zu verwirklichen, konnte durch den Aufbau des ÆKT KSGB mit curricularer Verankerung begegnet werden. Entscheidend waren hierbei die Einbringung drei verschiedener Institutsperspektiven zu den Wissenschafts- und Praxisthemen, die sich im Rahmen der KSGB ergeben. Eine Kursevaluation zur Überprüfung der Lernziele wird angestrebt.


Schlüsselwörter

globale Gesundheit, planetare Gesundheit, kollaboratives Lernen, medizinische Ausbildung, globale Erwärmung

1. Einführung

Einhergehend mit der Klimakrise und weiteren exazerbierenden ökologischen Krisen, wie der Biodiversitätskrise, zeigt sich eine Zunahme von Lehrvorhaben zu Planetary Health in Deutschland [1], [2], [3].

2023 wurde in einem Editorial des GMS Journal of Medical Education resümiert: „Die zukünftige psychische und physische Gesundheit der Menschen hängt von der Bewältigung der Klimakrise ab. So einfach. So komplex.“ ([4], Z.1-3). Shaw et al. beschreiben Planetary Health-Lehre als einen Prozess, in dem medizinisches Personal mit dem notwendigen Wissen, Fähigkeiten und Werthaltungen ausgestattet wird, um entsprechend handlungs- und sprechfähig zu sein. Zudem soll angesichts der multiplen ökologischen und sozialen Krisen Selbstwirksamkeit vermittelt werden, um die notwendige Transformation hin zu planetarer Gesundheit zu erreichen [5]. Mediziner*innen sollten diese Transformation aufgrund ihrer Rollen in der Gesellschaft, in der Patient*innenversorgung wie auch in der Lehre und Wissenschaft aktiv begleiten [6]. Deshalb sind Lehrformate notwendig, die das notwendige Wissen und Kompetenzen sowie zeitgemäße Haltungen für die schwierige Aufgabe vermitteln, Umweltveränderungen und Gesundheitsfolgen im klinischen Alltag zu adressieren [7]. Nach unserem Wissen gibt es bislang nur einige Lehrkonzepte, die Planetary Health durch Vermittlung von grundlagenwissenschaftlichen Erkenntnissen, klinischer Medizin bis hin zur sozial-ethischen Dimension interdisziplinär vermitteln. Interessante Beispiele stellen ein an der Würzburger Fakultät implementiertes „longitudinales Mosaik-Curriculum zu Planetary Health“ und ein Wahlfach „Klimasprechstunde“ der Universität Gießen und Marburg dar [8], [9]. In Würzburg wird versucht, Planetary Health über die Semester hinweg in den Lehrangeboten aller Fachrichtungen zu verankern, was aufgrund der Relevanz des Themas allseits begrüßt wird, aber aufgrund des notwendigen Kontakts mit den verschiedenen Lehrverantwortlichen sehr aufwendig ist. Im Wahlfach wird naturgemäß erkenntlich, das aufgrund der fehlenden curricularen Verankerung nur ein geringer Teil der Studierenden erreicht wird.

Für gelingende Planetary Health-Lehre wurden von Simon et al. zehn Charakteristika beschrieben [10]:

  1. Komplexität und systemisches Denken,
  2. Inter- und Transdisziplinarität,
  3. Ethische Dimensionen,
  4. Verantwortlichkeit der Heilberufe,
  5. Transformative Kompetenzen inklusive praktischer Fähigkeiten,
  6. Raum für Reflexion und Resilienz-Aufbau,
  7. Spezielle Rolle der Studierenden,
  8. Curriculare Integration,
  9. Innovative und anerkannte didaktische Methoden,
  10. Ausbildung als Motor für Innovation.

Die Charakteristika stellen eine Synthese aus den Ergebnissen einer qualitativen Interviewstudie und der Auswertung dreier internationaler Frameworks zur Planetary Health-Lehre dar (vgl. [5], [11], [12]). Die Relevanz der Kriterien für die Planetary Health-Lehre kann anhand des Charakteristikums Komplexität und systemisches Denken veranschaulicht werden: Die Umweltveränderungen führen zu gesundheitlichen Folgen, welche weiteren Einflussfaktoren wie beispielsweise der Hitzeexposition im städtischen Kontext unterliegen. Deshalb müssen ärztliche Lösungsstrategien den sozialen oder politischen Kontext des Gesundheitsproblems umfassen. Die Charakteristika zeigen, wie umfassend das Thema in der Ausgestaltung der Lehreinheiten und bei der curricularen Integration bedacht werden muss. Auf Ebene der einzelnen Fakultäten scheinen die medizinschen Curricula jedoch oft starr und bereits überfrachtet zu sein und ein Lehrstuhl-übergreifendes Lehrangebot schwer realisierbar zu sein [13]. Dies wiegt schwer, weil das Querschnittsthema Planetary Health alle medizinischen Disziplinen berührt und Interdisziplinarität erfordert [2].

Dieser Artikel führt in Ablauf und Struktur des Ärztlichen Kompetenztraining (ÆKT) Klimasensible Gesundheitsberatung (KSGB) ein. Zudem wird dargestellt, wie den verschiedenen Anforderungen der Planetary Health-Lehre bei der Integration in das medizinische Curriculum der Universität Augsburg begegnet wurde und wie insbesondere die Zusammenarbeit verschiedener Institute bei der Entwicklung und Implementierung zum Tragen kam.

2. Projektbeschreibung

2.1. Entwicklung des ÆKT KSGB

Das ÆKT wurde federführend durch die Institute für Allgemeinmedizin und Ethik und Geschichte der Gesundheit in der Gesellschaft in enger Kooperation mit dem Lehrstuhl Regionaler Klimawandel und Gesundheit für die Durchführung innerhalb des Augsburger Curriculums entwickelt. Es besteht aus vier Präsenz-Einheiten sowie einer Phase von individuellem E-Learning.

In diesem Lehrkonzept wird das Konzept der KSGB vermittelt [14], [15]. Medizinstudierende wenden Wissen zum Zusammenhang von gesundheitlichen Auswirkungen der menschengemachten Umwelteinflüsse/-belastungen und individuellen Lebensstilen an. Die zu erwerbenden Handlungskompetenzen umfassen kommunikative Fähigkeiten sowie die Befähigung zur inhaltlichen Beratung. Zudem sollen die Studierenden eine ethisch reflektierte Haltung entwickeln. Die Studierenden erstellen in Gruppen jeweils ein Kommunikationsprodukt (z.B. Flyer, Wartezimmerplakat), das Arztpraxen bereitgestellt wird.

Der Entwicklungsprozess dieses ÆKT erfolgte unter Einbeziehung des Kapitels Planetare und Globale Gesundheit des Nationalen Kompetenzbasierten Lernzielkatalogs Medizin Planetare und Globale Gesundheit [16]. Das Lehrkonzept inklusive der Lehr-Lernmaterialien wurde vor der Durchführung durch die beteiligten Institute wechselseitig geprüft. Für die Lehrenden wurden Skripte inklusive Ablaufschemata nach dem AVIVA-Prinzip erstellt [17]. Der Kriterienkatalog von Simon et al. wurde zur Revision und Verbesserung des Kurses eingesetzt ([10]. Die erarbeiteten Kommunikationsprodukte wurden interessierten Ärzt*innen über die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin sowie über das Augsburger Lehrpraxennetz zur Verfügung gestellt. Bei der Entwicklung und Implementierung verantwortete das Institut für Allgemeinmedizin die Gesamtorganisation, Studierendenbetreuung und Organisation der Lehrmaterialien.

Nach jeder Lehreinheit wurde ein Dozierendenreflexionsbogen ausgefüllt und durch die Lehrleitung des Lehrstuhls für Allgemeinmedizin analysiert. Dieser fragte unter anderem ab, ob die interaktiven Methoden funktionierten und welche Änderungen gewünscht wurden. Die Anregungen sind im zweiten Durchgang des ÆKT im Sommersemester 2024 eingeflossen.

Die gesamten Lehrmaterialien inklusive der Dozierendenskripte wurden auf der Plattform Planetary Health Education Toolbox hochgeladen ([https://openwuecampus.uni-wuerzburg.de/moodle/mod/folder/view.php?id=10240&lang=de], 03.08.2025).

2.2. Einbettung in das Curriculum

Der Modellstudiengang Humanmedizin der Universität Augsburg startete im WiSe 2019/20. Die Lehre erfolgt in organ- und systemorientierten Modulen (horizontale Integration) mit im Studienverlauf ansteigender Komplexität (vertikale Integration) [18]. Klinische und wissenschaftliche Kompetenzen werden durch Longitudinalkurse vermittelt. Planetary Health ist im Kern- als auch Wahlcurriculum verankert. Inhalte der Ethik und der Kommunikation haben Schwerpunkte in den ersten Studienjahren, werden aber über den gesamten Studienverlauf unterrichtet. Eine Reihe von ÆKTs für verschiedene Themen, z.B. zum Thema „Zufallsbefunde“ wird über das Studium hinweg unterrichtet (siehe Abbildung 1 [Abb. 1]).

Abbildung 1: Einbettung des ÆKT KSGB in das Curriculum

Studienabsolvent*innen sollen nicht nur über biomedizinisches Wissen verfügen, sondern auch entsprechende Handlungskompetenzen erlangen [19]. Deshalb bearbeiten die Studierenden in den ÆKTs im Pflichtcurriculum projekt- und teambasiert alltagsrelevante ärztliche Aufgabenstellungen und erstellen konkrete Produkte (Arztbrief, Pocketguides für den ersten Nachtdienst, etc.). ÆKTs sind entlang der Entrustable Professional Activities interdisziplinär und professionell ausgerichtet. Studierende arbeiten und lernen kollaborativ und selbstorganisiert, sie situieren Theorie in der Praxis und entwickeln metakognititve Strategien, die für den späteren ärztlichen Alltag von hoher Relevanz sind. Die Lehrenden beraten fachlich und begleiten kollegial.

Das Konzept der ÆKTs erweitert bestehende kompetenzorientierte Lehrformate wie Fallbesprechungen oder Unterricht an Patient*innen, indem ärztliche Situationen in einem breiteren Kontext bearbeitet werden, als es in einzelnen Lehrveranstaltungen möglich ist [20]. Das ÆKT KSGB wurde im Klinischen Longitudinalkurs des Fachsemester 8 im Jahr 2023 erstmalig durchgeführt.

2.3. ÆKT KSGB-Ablauf und beispielhafte Lernziele

2.3.1. Einführung

Im Seminar Einführung Klimawandel und Gesundheit (Lehrstuhl Regionaler Klimawandel und Gesundheit, eine Unterrichts-Einheit (UE, 45min), Sozialform Plenum frontal und interaktiv) werden die Grundlagen der Planetaren Grenzen, der Donut-Ökonomie, des anthropogenen Klimawandels und die Auswirkungen auf die Gesundheit erläutert (siehe Abbildung 2 [Abb. 2]). Die Studierenden werden in das Konzept der Co-Benefits eingeführt. Co-Benefits entstehen, wenn klimafreundliche und zugleich gesundheitsfördernde Maßnahmen umgesetzt werden [21]. Das können z.B. Lebensstilveränderungen hin zu mehr aktiver und nachhaltiger Mobilität oder der regionale und saisonale Konsum von Lebensmitteln und die Reduktion tierischer Produkte sein. Die wichtigsten Lernziele umfassen das Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Klimawandel und Gesundheit sowie für die Planetaren Grenzen. Am Beispiel der Co-Benefits können Studierende die Komplexität der Beziehung zwischen Umwelt und Gesundheit sowie die Verknüpfungen zu weiteren Ebenen wie Politik, Gesellschaft oder auch Ökonomie reflektieren.

Abbildung 2: Ablaufschema

Im E-Learning werden relevante Grundlagen-Artikel angeboten. Die Publikationen umfassen das Konzept Planetary Health und Co-Benefits, die KSGB samt der zugrundeliegenden moralischen Haltung, Kommunikationskompetenzen wie auch das medizinische Ethos in Zeiten ökologischer Krisen [14], [15], [20], [21], [22], [23], [24], [25], [26], ([https://www.wma.net/policies-post/wma-international-code-of-medical-ethics/], 19.03.2025). Darüber hinaus wird eine vertonte PowerPoint-Präsentation zur Vertiefung angeboten. Diese erläutert den Studierenden das Aufkommen und die Entwicklung des Konzepts der KSGB in Wissenschaft und Praxis. Es folgt eine Einordnung und Erläuterung der konzeptuellen Grundlagen der KSGB in Bezug auf sinnvolle Methoden, notwendige Voraussetzungen und Beratungsanlässe zusammen mit den entsprechenden Inhalten und Themen. Auch hier werden Co-Benefits erneut aufgegriffen und anhand von Beispielen aus dem allgemeinmedizinischen Alltag greifbar dargestellt.

2.3.2. Klimasensible Gesundheitsberatung

In der Kleingruppe Klimasensible Beratung in der Praxis (Lehrstuhl für Allgemeinmedizin, zwei UE) werden die Sozialformen Plenum frontal und interaktiv genutzt. In Gesprächssimulationen und Diskussionsrunden wird interaktiv gearbeitet. Das bislang Gelernte wird reflektiert, Vorerfahrungen der Studierenden werden besprochen und es werden Fallstricke der KSGB in der hausärztlichen Sprechstunde beleuchtet. Die Lehrenden können Tipps und Erfahrungen aus dem eigenen hausärztlichen Alltag weitergeben. Zudem wird in Rollenspielen Kommunikationskompetenz mit Fokus auf motivierender Gesprächsführung trainiert (Beispiel einer Fallvignette: siehe Abbildung 3 [Abb. 3]). Hierbei wird auch auf die für die KSGB wichtige Fähigkeit, Gespräche zu strukturieren, abgezielt. Nach einer Reflexion der Lehreinheit wird die Gruppenarbeitsphase mit Anweisungen zur Erarbeitung des Produkts abgeschlossen. Die wichtigsten Lernziele dieser Einheit umfassen die Fähigkeit, das Konzept Planetary Health beschreiben und Co-Benefits formulieren zu können. Zudem ist es auch Ziel, die Fähigkeit motivierender Gesprächsführung zu verbessern.

Abbildung 3: Beispiel einer Fallvignette mitsamt Beobachtungsbogen

Die Studierenden der Kleingruppe organisieren sich für die Erstellung eines versorgungsrelevanten Kommunikationsprodukts individuell und können dafür digital oder in Präsenz arbeiten. Es werden dafür bis zu sechs UE im Stundenplan zur Verfügung gestellt. Anhand einer Fallvignette wird eine Versorgungs- oder Problemsituation in der Hausarztpraxis dargestellt. Zur Problemlösung werden die Studierenden aufgefordert, zusammen ein Kommunikationsprodukt zu erstellen. Beispielsweise sollen sie einen Flyer zur Erklärung der Planetary Health-Diät erstellen, um die knappe Sprechstundenzeit im Rahmen der KSGB zu entlasten (siehe Abbildung 4 [Abb. 4]). Für diese Aufgabe sind alle Hilfsmittel, wie auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, zugelassen. Zweck dieser Einheit ist, KSGB konkret für ein Produkt anzuwenden, das tatsächlich in Hausarztpraxen eingesetzt wird und dabei motivierende Kommunikation anzuwenden.

Abbildung 4: Beispiel eines von den Studierenden entwickelnden Flyers

In der folgenden Kleingruppe Klimasensible Gesundheitsberatung – Produktauswertung (Lehrstuhl für Allgemeinmedizin, 2 UE) werden die Sozialformen Plenum frontal und interaktiv eingesetzt. In einem „crossover“ Ansatz führen die Studierenden eine kollegiale Begutachtung des Produkts einer anderen Kleingruppe durch (vgl. Abbildung 4 [Abb. 4]). Sinn dieser Kleingruppe ist es, eine Reflexion über den Erstellungsprozess des eigenen Produkts anzuregen. Wechselseitig werden daraus Empfehlungen zur Verbesserung des Produkts formuliert.

2.3.3. Ethische Reflexion

Das ÆKT wird mit dem Seminar Ärztlich handeln oder Medizin diktieren (1 UE) abgeschlossen, welches durch die Institute für Allgemeinmedizin und Ethik und Geschichte der Gesundheit in der Gesellschaft durchgeführt wird. Das Seminar ist auf den Sozialformen Plenum frontal und interaktiv sowie Gruppe frontal und interaktiv aufgebaut. Zum Einsatz kommt die Vier-Ecken-Methode [27]. Die Reflexion und Diskussion orientiert sich an den folgenden Leitfragen, um sich den komplexen ethischen Betrachtungen anzunähern (vgl. [6]):

  1. Klimawandel und Gesundheit - Was überfordert mich daran? Was finde ich daran schwierig?
  2. Wie kann ich den Arzt-Patienten-Kontakt gestalten?
  3. Was kann ich in meiner Praxis tun?
  4. Was kann ich standespolitisch tun?

Die Studierenden diskutieren in Kleingruppen die praktischen, emotionalen und moralischen Herausforderungen im Zusammenhang mit klima- und umweltbewusstem ärztlichem Handeln. Sie erarbeiten Handlungsmöglichkeiten, um ihrer zunehmenden professionellen Verantwortung gerecht zu werden. Dabei sollen sie auch eigene und institutionelle beziehungsweise strukturelle Grenzen erkennen lernen und einen konstruktiven Umgang damit finden. In einem gemeinsamen Abschlussplenum werden Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten besprochen. Übergeordnetes Lernziel ist es, eine ethische reflektierte, professionelle Haltung in Zeiten menschengemachter Umweltveränderungen zu entwickeln.

3. Ergebnisse

3.1. Entwicklung und Implementierung

Das ÆKT KSGB wurde innerhalb eines halben Jahres in Zusammenarbeit der beteiligten Lehrstühle entwickelt. Aufgrund hoher Motivation auf Seiten der das ÆKT KSGB-entwickelnden Personen sowie der hohen Expertise in den jeweiligen Fachbereichen konnte die Entwicklung dezentral und asynchron gelingen. Es wurde kein Präsenz-Planungs-Treffen durchgeführt. Die notwendige Kommunikation wurde durch Email, die Microsoft-Teams-Plattform und individuelle Absprachen abgewickelt. Der Ablauf und die Struktur der Lehrveranstaltungen wurden in Abstimmung mit dem Dekanat und Department of Medical Education durch die Leitungen der beteiligten Institute erarbeitet. Die inhaltliche Ausarbeitung wurde von Mitarbeitenden mit entsprechender Erfahrung in der Planetary Health-Lehre übernommen. Hier zeigte sich, dass der interdisziplinäre Ansatz gerade bei der Ausgestaltung des Ablaufs sowie der Abstimmung der Lehreinheiten des ÆKT KSGB aufeinander wertvolle Impulse lieferte. Die inhaltlichen Rückmeldungen beim gegenseitigen Prüfen der Lehrmaterialien beschränkten sich dann überwiegend auf formelle Hinweise.

Nach Veröffentlichung des Kriterienkatalogs von Simon et al. wurde unter Zuhilfenahme der Dozierendenskripte geprüft, wo Nachbesserungen sinnvoll waren. Im Ergebnis wurde die Relevanz der Erstellung eines versorgungsrelevanten Kommunikationsprodukts stärker heraus gestellt, da die Ergebnisse tatsächlich für die Nutzung in Praxen veröffentlicht werden. Ebenso wurden die transdisziplinären Bezüge bei der Übertragung von Planetary Health in die Praxis in den Lehrveranstaltungen der Allgemeinmedizin sichtbarer gemacht.

Das ÆKT KSGB wurde bislang jeweils im Sommersemester 2023-2025 durchgeführt. Es wurden insgesamt 11 Flyer von Studierenden, meist mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz, erstellt. Die inhaltliche und grafische Qualität schätzen wir als hoch ein. Bei der Durchführung des ÆKT KSGB war eine fluktuierende Teilnehmendenzahl insbesondere an Randzeiten des Tages oder bei terminlicher Nähe zu den Semester-Klausuren zu beobachten, da keine Anwesenheitspflicht besteht. Dies erschwerte oftmals interaktive Elemente wie beispielsweise die Gesprächssimulation, da nur besonders interessierte Studierende anwesend waren. Gerade bei den ethischen Reflexionen war zu beobachten, dass diese dem Thema zugeneigten Studierenden teilweise stark emotional reagierten.

Aktuell liegen noch keine systematischen Semester-Evaluationen vor, die auch aufgrund hoher Rückmeldungszahlen Rückschlüsse für eine Weiterentwicklung des ÆKT KSGB zulassen. Eine curriculumsweite Evaluation ist aber geplant. Aus einzelnen Feedbackgesprächen von Dozierenden mit Studierenden liegen positive mündliche Rückmeldungen zur Lehrveranstaltung vor. Jedoch wurde der Aufbau mit sich überlappenden Zeitabläufen von Online-Lehreinheiten mit Präsenzveranstaltungen sowie die Stundenplangestaltung als problematisch beschrieben. Es kam teilweise zu zu engen Zeitfenstern für die Bearbeitung der Aufgabe Erstellung eines versorgungsrelevanten Kommunikationsprodukts. Für die Lehrenden wurde ersichtlich, dass die Relevanz von Präsenz-Lehrveranstaltungen für Studierende stark von der Nützlichkeit in den notenrelevanten Klausuren abhängt.

Die Rückmeldungen der Studierenden wurden genutzt, um Informationen zum Ablauf des ÆKT KSGB sowie der Gruppenarbeit besser auf der E-Learning-Plattform Moodle zu präsentieren und die Online-Einheiten besser im Stundenplan sichtbar zu machen.

Bei der Durchführung wurde die Nützlichkeit der vorhandenen Dozierendenskripte erkennbar, um Personalausfälle kompensieren zu können. Diese wurden im Verlauf weiter angepasst und gekürzt. Bei der komplexen Veranstaltungsabfolge zeigte sich, dass eine Person notwendig ist, die die Dozierenden koordiniert und als Ansprechpartner für Studierende fungiert.

3.2. Qualitative Planetary Health-Lehre

Nach Einschätzung der Autor*innen konnten alle zehn Charakteristika, wie beispielsweise die Umsetzung von Inter- und Transdisziplinarität und die Ethische Dimension adressiert werden [8]. Eine ausführliche Darstellung der Charaktersitika mit Beispielen aus dem ÆKT KSGB stellen wir zur besseren Nachvollziehbarkeit im Anhang 1 [Anh. 1] zur Verfügung.

4. Diskussion

Im Jahr 2023 wurde das Ärztliche Kompetenztraining Klimasensible Gesundheitsberatung an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg erstmals durchgeführt. Der Herausforderung, gute Planetary Health-Lehre anzubieten, konnte durch den hybriden Aufbau der Lehreinheit begegnet werden. Entscheidend war hierbei die Zusammenarbeit dreier Institute zur Abdeckung der Wissenschafts- und Praxis-Themen, die sich im Rahmen der KSGB ergeben (Allgemeinmedizin, Regionaler Klimawandel und Gesundheit, Ethik und Geschichte der Gesundheit in der Gesellschaft). Hinzu kamen eine reflektierende Einordnung des erlernten Wissens und der Kompetenzen, wie auch das Eingehen auf emotionale Bedürfnisse der Studierenden durch eine professionelle ethische Begleitung und in der Praxis tätige Dozierende [7]. Erste Erfahrungen zeigten, dass manche Studierende eine starke emotionale Beteiligung bis hin zu einem „Ohnmachtsgefühl“ entwickelten. Das führte zur Überlegung, ob für diese Studierenden eine auffangende Begleitung über die bisher bestehenden Veranstaltungen hinweg angeboten werden müsste oder ob die abschließende Reflexionseinheit unter Einbezug der Ethik durch eine weitere, vorbereitende Einheit zu Beginn des ÆKT erweitert werden sollte.

Das ÆKT-Konzept scheint sich besonders für die Planetary Health-Lehre zu eignen, da es die Studierenden in den Mittelpunkt stellt und somit ihre Rolle in der ökologischen Transformation der Gesellschaft und Medizin würdigt [10]. Durch die Nutzung der Lehr-Kriterien für Planetary Health konnten noch Lehrinhalte nachgeschärft werden und die Lehrveranstaltung nochmal einem Gesamt-Review unterzogen werden.

Die Umsetzung eines so umfassenden Planetary Health-Lehrprojekts gelang insbesondere, da das Augsburger Curriculum einen hohen Anteil von 14 UE für die Lehre zu dem Thema an den beteiligten Lehrstühlen zulässt und die fachübergreifende Lehre fördert. Dies impliziert aber auch, dass ein solches Stundenvolumen nicht an allen Universitäten realisierbar ist und daher die Möglichkeiten genutzt werden sollten, zum Beispiel Wahlfächer zu schaffen [13], [28].

In der Komplexität des Ablaufs zeigen sich aber auch Herausforderungen bei Studierenden und Lehrenden, wie beispielsweise eine schwierige Stundenplangestaltung. Unklar bleibt, welche Einflussfaktoren die Teilnahme der Studierenden an Lehrveranstaltungen zu Thema Planetary Health beeinflussen.

Jedoch, die Notwendigkeit Planetary Health zu lehren wird fortbestehen – daher sollten die Bestrebungen für eine curriculare Integration auch an anderen Fakultäten ausgebaut werden. Konkrete offene Fragen, die durch eine Kurs-Evaluation und methodische Begleitung des ÆKT KSGB beantwortet werden sollten, sind:

  1. Ist das ÆKT in der Wissens- und Kompetenzvermittlung zu Planetary Health wirksam?
  2. Wird durch das ÆKT eine reflektierte Haltung ausgebildet?
  3. Wie verändert sich die professionelle Identität der Studierenden durch die Beschäftigung mit Planetary Health bzw. KSGB in der Praxis?

Des weiteren wäre es interessant zu erfahren, wie nachhaltig die erlernten Inhalte und Kompetenzen in die weitere studentische und später auch ärztliche Praxis integriert werden können.

5. Schlussfolgerung

Das ÆKT KSGB zeigt, dass eine umfassende Planetary Health-Lehrveranstaltung umsetzbar ist und dabei interdisziplinäre Vernetzung für hochwertige Planetary Health-Lehre hilfreich ist. Die dargestellten Anforderungen an gute Planetary Health-Lehre zeigen die Wichtigkeit einer curricularen Verankerung mit ausreichender Stundenanzahl. Der Fakultätsschwerpunkt Environmental Health Sciences half, Institute mit Bezügen zu Planetary Health einzubinden. Das Projekt kann als Beispiel und Anregung für die Verwirklichung oder Weiterentwicklung der Planetary Health-Lehre in Augsburg und an anderen Standorten, dienen. Selbstredend ist im Verlauf das Ergebnis der geplanten Evaluationen zu berücksichtigen und das ÆKT KSGB fortlaufend weiterzuentwickeln.

Förderung

Diese Arbeit entstand teilweise mit Förderung durch das Seed Funding Projekt „Environmental Health Ethics and Justice“ unter dem Förderkennzeichen 2023-13 der Universität Augsburg.

ORCIDs der Autor*innen

Interessenkonflikt

Die Autor*innen erklären, dass sie keinen Interessenkonflikt im Zusammenhang mit diesem Artikel haben.


Literatur

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Anhänge

Anhang 1Das Ärztliche Kompetenztraining „Klimasensible Gesundheitsberatung“ – ein interdisziplinärer Ansatz in der Planetary Health-Lehre (Anhang_1.pdf, application/pdf, 247.52 KBytes)