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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Okul&#228;re Manifestation einer anauxetischen Dysplasie Typ 2 &#8211; ein seltener Fallbericht</Title>
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      <DatePublished>20260316</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Verein Rheinisch-Westf&#228;lischer Augen&#228;rzte</MeetingCorporation>
        <MeetingName>188. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westf&#228;lischer Augen&#228;rzte</MeetingName>
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        <MeetingSession>Okul&#228;re Adnexe, Neuroophthalmologie &#38; Strabismus</MeetingSession>
        <MeetingCity>Bochum</MeetingCity>
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          <DateTo>20260207</DateTo>
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    <ArticleNo>26rwa14</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die anauxetische Dysplasie Typ 2 (ANXD2) ist eine extrem-seltene, autosomal-rezessiv vererbte skelettale Dysplasie, verursacht durch Mutationen im POP1-Gen. W&#228;hrend skelettale, dentale und kraniofaziale Manifestationen gut beschrieben sind, existieren in der Literatur kaum Daten zu m&#246;glichen okul&#228;ren Beteiligungen. Die vorliegende Kasuistik beschreibt erstmals eine Patientin mit ANXD2 und ausgepr&#228;gter okul&#228;rer Manifestation, wodurch ein potenziell neuer pathophysiologischer Zusammenhang aufgezeigt wird. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Fallbeschreibung:</Mark1> Eine 30-j&#228;hrige Patientin stellte sich mit massiver Protrusio bulbi, ausgepr&#228;gtem Staphylom, destruierter vorderer Augenabschnittsmorphologie und vollst&#228;ndiger funktioneller Erblindung (Visus: nulla lux) des rechten Auges vor. Sonographisch zeigte sich eine anliegende Netzhaut ohne Hinweis auf eine intraokulare Raumforderung. Am linken Auge betrug der Visus 0,5 bei nahezu unauff&#228;lligem Befund. </Pgraph><Pgraph>Systemisch zeigten sich typische Merkmale von ANXD2, darunter disproportionaler Kleinwuchs, thorakolumbale Skoliose, hypermobile Gelenke, Brachydaktylie sowie dentale Anomalien (Persistenz von Milchz&#228;hnen, Agenesie bleibender Z&#228;hne). Bemerkenswert war, dass zwei von drei Geschwistern betroffen waren, was den autosomal-rezessiven Erbgang eindrucksvoll best&#228;tigt. </Pgraph><Pgraph>Die kraniale CT zeigte eine deutliche Bulbusvergr&#246;&#223;erung ohne kn&#246;cherne Orbitadestruktion. Zur Schmerzprophylaxe bei drohender Druckdekompensation und zum Ausschluss einer intraokularen Raumforderung wurde die Enukleation empfohlen. Der Eingriff erfolgte komplikationslos und die postoperative Heilung verlief regelrecht. Histopathologisch zeigte sich eine eitrige Keratitis sowie ausgepr&#228;gter Destruktion der Hornhautstrukturen, jedoch kein Hinweis auf eine maligne Entartung. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion:</Mark1> Pathophysiologisch geh&#246;rt die Erkrankung zum Cartilage-Hair-Hypoplasia&#8211;Anauxetic-Dysplasia(CHH&#8211;AD)-Spektrum, das durch Defekte im RNase-MRP&#47;RNase-P-Komplex gekennzeichnet ist. Innerhalb dieses Spektrums werden zwei Hauptformen unterschieden: ANXD1 (RMRP-Mutationen) mit h&#228;ufigem Auftreten von Immundefizienzen, h&#228;matologischen St&#246;rungen und erh&#246;htem Malignomrisiko sowie ANXD2 (POP1-Mutationen), die typischerweise mit einer schweren spondylo-epi-metaphys&#228;ren Dysplasie, dentalen Fehlbildungen und ohne relevante Immundefizienz einhergeht. Unsere Patientin entsprach eindeutig dem ANXD2-Ph&#228;notyp. Die ausgepr&#228;gte okul&#228;re Manifestation in diesem Fall legt einen bislang nicht beschriebenen Zusammenhang zwischen POP1-bedingter extrazellul&#228;rer Matrixst&#246;rung und struktureller Instabilit&#228;t der Sklera nahe.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Die anauxetische Dysplasie Typ 2 k&#246;nnte auch mit schweren okul&#228;ren Strukturver&#228;nderungen einhergehen und sollte bei atypischen bulb&#228;ren Deformit&#228;ten differenzialdiagnostisch erwogen werden. Eine fr&#252;hzeitige interdisziplin&#228;re Diagnostik sowie genetische Abkl&#228;rung sind essenziell.</Pgraph></TextBlock>
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