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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Varizella zoster vermittelte Polyneuritis cranialis &#8211; von der &#8222;Ohrentz&#252;ndung&#8220; zur Liquorpunktion</Title>
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        <Email>Katharina.Nachtsheim&#64;Hohenlind.de</Email>
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        <Email>Jakob.Wiessner&#64;Hohenlind.de</Email>
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        <Email>Jonas.Eckrich&#64;Hohenlind.de</Email>
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        <Email>Amir.Minovi&#64;hohenlind.de</Email>
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      <DatePublished>20250306</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Vereinigung Westdeutscher HNO-&#196;rzte</MeetingCorporation>
        <MeetingName>Jahrestagung der Vereinigung Westdeutscher Hals-Nasen-Ohren-&#196;rzte</MeetingName>
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        <MeetingSession>Abstracts</MeetingSession>
        <MeetingCity>Solingen</MeetingCity>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung: </Mark1>Ein 52-j&#228;hriger, bis auf eine positive Migr&#228;neanamnese nicht vorerkrankter Patient stellte sich mit H&#246;rminderung und Otalgie sowie bilateraler Odynophagie im Rahmen eines grippalen Infektes vor. Haus&#228;rztlich war er mit Amoxicillin anbehandelt worden, wobei es zu keiner Beschwerdebesserung kam. Die klinische Diagnostik lie&#223; zun&#228;chst eine Otitis externa bei Schwellung des Geh&#246;rganges ohne Effloreszenzen und Tragusdruckschmerz vermuten. Das Trommelfell war aufgrund der Schwellung des Geh&#246;rganges zu diesem Zeitpunkt nicht einsehbar. Es wurde ein Gentamycin-Betamethason-Streifen eingelegt und Analgetika verordnet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden: </Mark1>Drei Tage sp&#228;ter stellte sich der Patient jedoch mit einer inkompletten Fazialisparese rechts (House-Brackmann Grad IV) bei konstantem Lokalbefund in domo vor. Die Labordiagnostik zeigte keine Auff&#228;lligkeiten. Audiometrisch imponierte eine ipsilaterale, an Taubheit grenzende Schwerh&#246;rigkeit. Zudem zeigten sich Spontannystagmen zur Gegenseite. Bei Verdacht auf Panotitis mit Beteiligung des &#228;u&#223;eren Ohres wurde eine CT-Bildgebung veranlasst. Diese zeigte Zeichen einer chronischen Otitis media. Es wurde daraufhin umgehend eine Mastoidektomie mit Fazialisdekompression, Tympanoskopie und Geh&#246;rgangserweiterung rechts durchgef&#252;hrt. Ein Cholesteatom zeigte sich intraoperativ nicht. Postoperativ waren die Schmerzen deutlich regredient. Die Fazialisparese blieb jedoch bestehen.</Pgraph><Pgraph>Zwei Tage sp&#228;ter berichtete der Patient jedoch &#252;ber progrediente Dysphagie und Schwindel. Es imponierte ein rechtsseitiges Kulissenph&#228;nomen und Stimmlippenstillstand, sodass serologische Diagnostik und weitere bildgebende Diagnostik eingeleitet wurde.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse: </Mark1>CT und MRT zeigten postoperative Ver&#228;nderungen sowie ein Weichteilplus im Pharynx ipsilateral, jedoch keinen Hinweis auf eine Osteomyelitis. Der Patient wurde bei unsicherem Fokus zur konsiliarischen Mitbeurteilung in der benachbarten Neurologie vorgestellt. Hier imponierte in der Liquordiagnostik eine Pleozytose von 48&#47;&#181;l (Ref.: 0-5&#47;&#181;l), ein erh&#246;hter Laktatwert von 1,6 mmol&#47;l (0,5-3,2 mmol&#47;l) und der Nachweis von Varizella Zoster im Meningitis-Panel. Auch die am Folgetag ausgewertete Blutserologie best&#228;tigte eine deutliche Erh&#246;hung der IgM und IgA Antik&#246;rper gegen Varizella Zoster (VZV). Es wurde daher die Diagnose einer Polyneuritis cranialis bei VZV-Infektion gestellt und eine intraven&#246;se Therapie mit Aciclovir begonnen. Unter dieser Therapie kam es zu einer deutlichen Besserung des klinischen Bildes und Regredienz nahezu aller Hirnnervenausf&#228;lle. Lediglich die Fazialisparese zeigte sich zwar r&#252;ckl&#228;ufig, aber letztlich persistierend (HB III).</Pgraph><Pgraph><Mark1>Diskussion: </Mark1>Bei Fazialisparese oder Polyneuritis cranialis sollten, auch bei zun&#228;chst typischen Symptomen einer komplizierten Otitis, neurotrope Erreger als Genese in Erw&#228;gung gezogen werden. Eine fr&#252;hzeitige serologische Testung ist daher auch ohne das Vorliegen typischer Effloreszenzen anzuraten.</Pgraph></TextBlock>
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