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      <Title language="de">Seltenes bei seltenem: Adenokarzinom der Samenblase bei Zinner-Syndrom. Ein Fallbericht</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>S&#252;dwestdeutsche Gesellschaft f&#252;r Urologie e.V.</MeetingCorporation>
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        <MeetingSession>Vortragssitzung 5: Der interessante Fall</MeetingSession>
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    <ArticleNo>V5.6</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> Das Zinner-Syndrom ist eine seltene embryonale Fehlbildung des Wolff&#8217;schen Gangs, welche mit der typischen Symptomtrias von ipsilateraler Nierenagenesie, Obstruktion des Ductus ejaculatorius sowie Samenblasenzyste einhergeht. Weltweit wurden bislang ca. 200 F&#228;lle beschrieben. </Pgraph><Pgraph>Beim prim&#228;ren Adenokarzinom der Samenblase handelt es sich ebenfalls um eine seltene Tumorentit&#228;t, welche vom infiltrierenden Adenokarzinom der Prostata, der Harnblase oder des Rektums abzugrenzen ist. In der Literatur wurden bislang weniger als 100 F&#228;lle beschrieben. </Pgraph><Pgraph>Wir berichten hier &#252;ber einen 68-j&#228;hrigen Patienten, der beide Rarit&#228;ten vereint. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Methode:</Mark1> Im Rahmen der urologischen Vorsorge zeigte sich neben einer bekannten Nierenagenesie links eine unklare, zystische Raumforderung dorsal der Prostata. Die weitere Abkl&#228;rung mittels MRT Becken ergab eine malignit&#228;tsverd&#228;chtige, kontrastmittel-aufnehmende Struktur im Bereich der linken Samenblase&#47;Ductus deferens sowie einen atrophen Hoden links. In einem erg&#228;nzend durchgef&#252;hrten FDG-PET-CT best&#228;tigte sich der Malignit&#228;tsverdacht bei erh&#246;hter Stoffwechselaktivit&#228;t des Befundes, zudem zeigte sich ein vermehrt stoffwechselaktiver, metastasensuspekter Herd parakolisch am Colon descendens. PSA, AFP und &#946;-HCG als Tumormarker f&#252;r Prostata- bzw. Hodentumore waren normwertig. </Pgraph><Pgraph>Die interdisziplin&#228;re Tumorboardvorstellung ergab die Empfehlung zur operativen Resektion der Befunde. Es erfolgte die DaVinci Roboter-assistierte lap. Resektion des Samenstrangs und der Samenblase links sowie die Resektion des PET-positiven parakolischen Herdes links. Eine offene inguinale Ablatio testis links wurde in gleicher Sitzung durchgef&#252;hrt. Der postoperative Verlauf gestaltete sich komplikationslos.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Histologisch zeigte sich ein m&#228;&#223;ig differenziertes, papill&#228;r aufgebautes und &#252;berwiegend intraluminal wachsendes Adenokarzinom der Samenblase, welches vollst&#228;ndig entfernt wurde. Der PET-positive Herd am Colon descendens erwies sich als Fettgewebsnekrose mit begleitender granulomat&#246;ser Fremdk&#246;rperreaktion. </Pgraph><Pgraph>Wir empfahlen die klinische und bildmorphologische Nachsorge mittels MRT Becken sowie ggf. erg&#228;nzend FDG-PET-CT in 6 Monaten. </Pgraph><Pgraph>Aufgrund der Seltenheit der Entit&#228;t existiert keine offiziell g&#252;ltige Stadieneinteilung und dementsprechend auch keine Stadien-orientierte Empfehlung zur Nachsorge oder ggf. adjuvanten Therapie.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerungen:</Mark1> Bei sonographisch imponierender Samenblasen-Zyste in Verbindung mit einer Agenesie der ipsilateralen Niere sollte an das Vorliegen eines Zinner-Syndroms gedacht werden. Bei unklarer Samenblasenzyste ist eine weiterf&#252;hrende kontrastmittelgesteuerte Schnittbildgebung sinnvoll, um das m&#246;gliche Vorliegen eines Malignoms im urogenitalen Bereich weiter abzukl&#228;ren. </Pgraph><Pgraph>Bei Malignit&#228;tsverdacht sollte die fr&#252;hzeitige operative Resektion des Befundes erfolgen, da bei lokal fortgeschrittenen Tumoren der Samenblase eine Ausweitung der Resektion im Sinne einer Zystoprostatektomie und ggf. Rektumresektion sowie ggf. adjuvante Radiatio erforderlich werden kann und dann grunds&#228;tzlich eine ung&#252;nstige Prognose besteht.</Pgraph></TextBlock>
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