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    <Identifier>25isls77</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25isls77</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25isls777</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Kognitive Prozesse von Medizinstudierenden w&#228;hrend simulierter Visiten &#8211; eine qualitative Analyse</Title>
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        <Email>maximilian.zak&#64;tum.de</Email>
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          <LastnameHeading>Gartmeier</LastnameHeading>
          <Firstname>Martin</Firstname>
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          <Firstname>Pascal</Firstname>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <DatePublished>20250604</DatePublished>
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    <Language>germ</Language>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingTitle>19. Internationales SkillsLab Symposium 2025</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Postersession 3</MeetingSession>
        <MeetingCity>M&#252;nchen</MeetingCity>
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          <DateFrom>20250319</DateFrom>
          <DateTo>20250321</DateTo>
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    <ArticleNo>25isls77</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Visiten sind ein zentrales Element der Krankenhausversorgung, bei denen &#196;rzt&#42;innen die Behandlung von Patient&#42;innen in Echtzeit besprechen und gemeinsam Entscheidungen treffen <TextLink reference="1"></TextLink>. Visiten gewinnen zudem zunehmend an Bedeutung in der medizinischen Ausbildung, indem Medizinstudierende Visiten in Form von integrierten Kursen lernen und &#252;ben. In diesen simulierten Visiten treten bei den teilnehmenden Medizinstudierenden komplexe kognitive Prozesse auf, die unter anderem den Lernerfolg der Studenten beeinflussen. Diese kognitiven Prozesse wurden bisher kaum ber&#252;cksichtigt und nur wenig erforscht. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ziel&#47;Fragestellungen:</Mark1> Diese Studie zielt darauf ab die zentralen kognitiven Prozesse von Medizinstudierenden w&#228;hrend simulierter Visiten aufzudecken und zu beschreiben: </Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">Welche Kognitiven Prozesse lassen sich bei Medizinstudierenden w&#228;hrend simulierter Visiten feststellen&#63;</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">Welche visuellen Verhaltensweisen nutzen Medizinstudierende w&#228;hrend simulierter Visiten&#63; </ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">Welche Funktionen haben die visuellen Verhaltensweisen der Medizinstudierenden w&#228;hrend simulierter Visiten&#63; </ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Die Fragestellungen dieser Studie sind dem Studiendesign folgend hypothesengenerierend gestellt.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methodik:</Mark1> Acht Medizinstudierende der Technischen Universit&#228;t M&#252;nchen trugen im Rahmen eines Studienmoduls Eye-Tracking-Brillen w&#228;hrend simulierter Visiten. Nach den simulierten Visiten wurden die Studierenden zu semistrukturierten retrospektiven Interviews eingeladen. W&#228;hrend dieser Interviews analysierten die Studierenden die Aufnahmen ihrer eigenen Eye-Tracking-Visiten und nahmen an einem Stimulated Recall-Prozess teil, um ihre Gedankenmuster und Entscheidungsfindungen zu reflektieren. Die Interviews wurden transkribiert und einer thematischen Inhaltsanalyse unterzogen. Dieser Ansatz erm&#246;glicht ein umfassendes Verst&#228;ndnis der kognitiven Prozesse der teilnehmenden Studierenden in einer simulierten klinischen Umgebung <TextLink reference="2"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Das Eye-Tracking-gest&#252;tzte Debriefing war erfolgreich, um die kognitiven Prozesse der Medizinstudierenden w&#228;hrend der simulierten Visiten offenzulegen. Es zeigte sich, dass die visuellen Verhaltensweisen der Studierenden und ihre kognitive Verarbeitung w&#228;hrend der Visiten wechselseitig miteinander verbunden sind. Insgesamt f&#252;nf &#252;bergeordnete thematische Muster konnten aus den Interviews abgeleitet werden: </Pgraph><Pgraph><UnorderedList><ListItem level="1">Visuelle Verhaltensweisen, </ListItem><ListItem level="1">Empathie, </ListItem><ListItem level="1">Herausforderungen, </ListItem><ListItem level="1">Metaperzeption und </ListItem><ListItem level="1">situative F&#252;hrung. </ListItem></UnorderedList></Pgraph><Pgraph>Insbesondere Metaperzeption und situative F&#252;hrung zeigten sich als zentrale Komponenten der Denkprozesse der Medizinstudierenden in simulierten Visiten. Kognitive Herausforderungen haben sich in dieser Studie in Form von fehlender Erfahrung, Unsicherheit und Schwierigkeiten in der Gespr&#228;chsf&#252;hrung pr&#228;sentiert.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Relevanz:</Mark1> Die Ergebnisse dieser Studie k&#246;nnten zuk&#252;nftig zur Verbesserung der medizinischen Ausbildung beitragen und neue Bewertungsmethoden im Rahmen des Medizinstudiums erm&#246;glichen. Beispielsweise praxisnahe Pr&#252;fungsformate, die nicht nur das Fachwissen, sondern auch die klinische Entscheidungsf&#228;higkeit und Teamarbeit der Studierenden besser abbilden w&#252;rden die Ausbildung noch effektiver und zielgerichteter gestalten, indem sie die praktischen und interdisziplin&#228;ren F&#228;higkeiten der angehenden &#196;rzt&#42;innen st&#228;rker in den Mittelpunkt r&#252;cken.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Empfehlungen&#47;Schlussfolgerungen:</Mark1> Die in dieser Studie identifizierten Themen stimmen mit bestehenden Modellen der Kompetenzentwicklung &#252;berein <TextLink reference="3"></TextLink>. Weiterf&#252;hrende Untersuchungen der Wechselwirkungen zwischen Wissen, Erfahrung und Feedback in simulierten Szenarien k&#246;nnte wertvolle Einblicke in die optimale Gestaltung von Lernumgebungen in der medizinischen Ausbildung liefern. Ein vertieftes Verst&#228;ndnis der kognitiven Prozesse ist notwendig, um weitere Faktoren zu identifizieren, die den Lernerfolg von Medizinstudierenden in simulierten Visiten f&#246;rdern.</Pgraph></TextBlock>
    <References linked="yes">
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        <RefYear>2024</RefYear>
        <RefBookTitle>Die erfolgreiche Visite</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Grigull L, Becker LP. Kommunikation in der Visite. In: Grigull L, Becker LP, editors. Die erfolgreiche Visite. Berlin, Heidelberg: Springer; 2024. DOI: 10.1007&#47;978-3-662-69070-3&#95;5</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;doi.org&#47;10.1007&#47;978-3-662-69070-3&#95;5</RefLink>
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        <RefTitle>Getting Inside the Expert&#39;s Head: An Analysis of Physician Cognitive Processes During Trauma Resuscitations</RefTitle>
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        <RefJournal>Ann Emerg Med</RefJournal>
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        <RefTotal>White MR, Braund H, Howes D, Egan R, Gegenfurtner A, van Merrienboer JJ, Szulewski A. Getting Inside the Expert&#39;s Head: An Analysis of Physician Cognitive Processes During Trauma Resuscitations. Ann Emerg Med. 2018;72(3):289-298. DOI: 10.1016&#47;j.annemergmed.2018.03.005</RefTotal>
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        <RefTitle>The professionalization of medical students: Developing competence and a cloak of competence</RefTitle>
        <RefYear>1977</RefYear>
        <RefJournal>Symbolic Interact</RefJournal>
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        <RefTotal>Haas J, Shaffir W. The professionalization of medical students: Developing competence and a cloak of competence. Symbolic Interact. 1977;1(1):71-88.</RefTotal>
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    </References>
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