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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Interdisziplin&#228;re Anamnesegruppe der Ruhr-Universit&#228;t Bochum: mit realen PatientInnen und Simulationspersonen</Title>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingTitle>19. Internationales SkillsLab Symposium 2025</MeetingTitle>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund und Motivation:</Mark1> An der Ruhr-Universit&#228;t Bochum (RUB) wird das Konzept der interdisziplin&#228;ren Anamnesegruppe seit 2020 im Rahmen der Skills Labs umgesetzt. Urspr&#252;nglich in der Charit&#233; Berlin entwickelt, bringt dieses Seminar Studierende der Medizin und Psychologie zusammen, um gemeinsam die Gespr&#228;chsf&#252;hrung f&#252;r Erstgespr&#228;che mit Patient&#42;innen zu trainieren. Die Anamnesegruppen finden w&#246;chentlich statt, geleitet von jeweils zwei Tutor&#42;innen (Medizin und Psychologie). Organisatorische Schwierigkeiten, wie die Kontaktherstellung zu Patient&#42;innen und nicht vorhandene Krankheitsbilder, f&#252;hrten zur Erprobung des Einsatzes von Simulationspersonen (SPs) in den Anamnesegruppen. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Beschreibung des Projektes:</Mark1> Die Anamnesegruppen bieten Studierenden die Gelegenheit, ein Anamnesegespr&#228;ch in einem gesch&#252;tzten Umfeld zu f&#252;hren. Ziel ist es, ein umfassendes Verst&#228;ndnis des biopsychosozialen Modells zu entwickeln und die Gespr&#228;chsf&#252;hrungskompetenzen zu erweitern. Jedes Gespr&#228;ch wird durch eine strukturierte Selbstreflexion und Gegen&#252;bertragung begleitet, um emotionale Reaktionen und Haltungen zu reflektieren. Die Studierenden erhalten ein ausf&#252;hrliches Feedback von den Tutor&#42;innen und Mitstudierenden, erg&#228;nzt durch &#220;bungen zur Selbsterfahrung und Reflexion. Die interdisziplin&#228;re Zusammenarbeit f&#246;rdert den Austausch zwischen den Fachrichtungen, st&#228;rkt Empathie und hilft, Vorurteile abzubauen. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Kritische Reflexion:</Mark1> Der Einsatz von realen Patient&#42;innen und SPs bietet unterschiedliche Vor- und Nachteile. Ein Vorteil realer Patient&#42;innen ist ihre ungefilterte emotionale und k&#246;rperliche Reaktion. Durch den Kontakt mit realen Patient&#42;innen werden Gespr&#228;chstechniken, Empathie und Anpassungsf&#228;higkeit in realen klinischen Situationen geschult <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>. Ein Nachteil ist die Unvorhersehbarkeit der Gespr&#228;chssituationen, durch die ungeplante Schwierigkeiten entstehen k&#246;nnen. Diese k&#246;nnen die Studierenden &#252;berfordern. Zudem ist die Vielfalt der Krankheitsbilder, insbesondere im psychiatrischen Bereich in den Universit&#228;tskliniken, begrenzt.</Pgraph><Pgraph>SPs bieten dagegen eine flexible und kontrollierbare Lernumgebung. Sie werden gezielt f&#252;r seltene oder schwierige Krankheitsbilder eingesetzt, wodurch die Studierenden ihre Kommunikationstechniken in einem weniger belastenden Kontext erproben k&#246;nnen <TextLink reference="2"></TextLink>, <TextLink reference="3"></TextLink>. Ein weiterer Vorteil ist das gezielte Feedback der SPs <TextLink reference="1"></TextLink>. Dies f&#246;rdert eine Fehlerkultur, in der Studierende ihre Kommunikationstechniken reflektieren und verbessern k&#246;nnen <TextLink reference="3"></TextLink>. Ein Nachteil ist, dass das Wissen um die Simulation die Authentizit&#228;t des Gespr&#228;chs beeintr&#228;chtigen kann. Die Reaktionen und k&#246;rperlichen Krankheitsmanifestationen der SPs k&#246;nnen als weniger intensiv wahrgenommen werden als die realer Patient&#42;innen <TextLink reference="1"></TextLink>. Dadurch werden die Studierenden gegebenenfalls weniger stark in ihrer Empathief&#228;higkeit und Flexibilit&#228;t gefordert, was in realen klinischen Situationen wichtig ist.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ausblick:</Mark1> Das Konzept der Anamnesegruppen bietet Studierenden der Medizin und Psychologie eine innovative Plattform, um Gespr&#228;chsf&#252;hrungskompetenzen in einem gesch&#252;tzten Setting zu erlernen &#8211; sei es mit realen Patient&#42;innen oder SPs. Es wird ein breites Spektrum an Kompetenzen abgedeckt &#8211; von der realit&#228;tsnahen Auseinandersetzung mit (Simulations-)Patient&#42;innen bis hin zur strukturierten Reflexion und konstruktiven Fehlerkultur.  </Pgraph><Pgraph>Aufgrund der spezifischen Vorteile der Personengruppen soll die Arbeit mit beiden fortgesetzt werden. Zuk&#252;nftig sollen Ma&#223;nahmen zur Vereinfachung der Patient&#42;innen-Rekrutierung, zur Erweiterung der SP-Datenbank sowie die Implementierung eines Feedbacksystems f&#252;r reale Patient&#42;innen das Konzept erweitern.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefBookTitle>Simulationspatienten. Handbuch f&#252;r die Aus- und Weiterbildung in medizinischen und Gesundheitsberufen</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Peters T, Thrien C. Simulationspatienten. Handbuch f&#252;r die Aus- und Weiterbildung in medizinischen und Gesundheitsberufen. G&#246;ttingen: Hogrefe Verlag; 2018. DOI: 10.1024&#47;85756-000</RefTotal>
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        <RefTitle>Strengths and weaknesses of simulated and real patients in the teaching of skills to medical students: a review</RefTitle>
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        <RefTotal>Bokken L, Rethans JJ, Scherpbier AJ, van der Vleuten CP. Strengths and weaknesses of simulated and real patients in the teaching of skills to medical students: a review.  Simul Healthc. 2008;3(3):161-169. DOI: 10.1097&#47;SIH.0b013e318182fc56</RefTotal>
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