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      <Title language="de">Schauspielskripte und KI: Ein Weg zu mehr Diversit&#228;t&#63;</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingTitle>19. Internationales SkillsLab Symposium 2025</MeetingTitle>
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    <ArticleNo>25isls24</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Im Hinblick auf eine vermehrte gesellschaftliche Wahrnehmung des Themas Diversit&#228;t und ihre Bedeutung in der medizinischen Ausbildung, besonders im Bereich der Gespr&#228;chsf&#252;hrung mit Schauspielpatienten, stellt sich die Frage nach M&#246;glichkeiten, um verschiedene Aspekte kultureller Diversit&#228;t darzustellen. Dabei zeigt sich in Befragungen, die 2012 von der Zeit und der S&#252;ddeutschen Zeitung bereits der Wunsch nach einer Diversifizierung des Ensembles an mehreren Staatstheatern in Gro&#223;st&#228;dten <TextLink reference="1"></TextLink>, <TextLink reference="2"></TextLink>. Die fr&#252;here Intendantin des Schauspiel K&#246;ln, Karin Beyer, suchte dieses Ziel mit einer &#8222;Migrantenqoute&#8220; zu erreichen. Hierbei stellte sich jedoch aus ihrer Sicht das Problem ein, dass &#8222;die Verf&#252;gbarkeit von hochqualitativem Schauspiel bei migrantisierten Menschen gering erscheint&#8220; <TextLink reference="3"></TextLink>.</Pgraph><Pgraph>Vor diesem Hintergrund ist ebenso zu erwarten, dass das Schauspielen von Patient&#42;innen vor &#228;hnlichen Problemen steht, da auch diese in der Regel auf ausgebildete Schauspieler&#42;innen zur&#252;ckgreifen. Hierbei ergibt sich ein Problem f&#252;r die Erstellung von realistischen Simulationspatienten. </Pgraph><Pgraph>Vor diesem Hintergrund stellt sich als Frage, ob Large Languages Models (LLM) in der Entwicklung von Skripten f&#252;r Schauspielpatienten zum Einsatz kommen k&#246;nnen. </Pgraph><Pgraph>Als LLM wurde ChatGPT des Herstellers OpenAI genutzt. Es wurde als Aufgabe an die KI gefordert, Patientenskripte mit 4 verschiedenen kulturellen Diversit&#228;tsleveln zu erstellen. Dies wurde f&#252;r zwei verschiedene Krankheiten mit insgesamt 80 Rollenskripen durchgef&#252;hrt und diese statistisch ausgewertet. Dabei ergaben sich folgende </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Bei beiden Krankheiten zeigte sich ein entsprechendes variables Bild im Hinblick auf die medizinischen Werte. So hatten Patienten mit Diabetes Typ 2 mit zunehmender Diversit&#228;t ein h&#246;heres Alter, h&#246;here HbA1c- und BMI-Werte. F&#252;r Alzheimer Demenz fehlen Laborparameter. Jedoch variiert hier das Auftreten von Begleiterkrankungen, Inkontinenz und Pflegebed&#252;rftigkeit, Aspekte die bei Diabetes Typ 2 praktisch fehlen.  </Pgraph><Pgraph>Die Ergebnisse im Hinblick auf die kulturelle Diversit&#228;t sind im Gegensatz dazu in beiden Krankheiten sehr &#228;hnlich. Patienten haben mit steigendem Diversit&#228;tslevel zunehmend Sprachbarrieren, Ablehnungen von westlicher Medizin und Hinwendungen zu traditionellen Heilversuchen, leben vermehrt in prek&#228;ren Wohn- und Einkommenssituationen und pflegen im Hinblick auf Diabetes Typ 2 krankheitsverst&#228;rkende Ern&#228;hrungsgewohnheiten. Mit zunehmendem Diversit&#228;tslevel &#228;ndern sich die Muttersprachen von ausschlie&#223;lich Deutsch bei Diversit&#228;t 1 zu fast ausschlie&#223;lich Arabisch bei Demenzerkrankten und ostafrikanischen Sprachen bei Diabetespatient&#42;innen.   </Pgraph><Pgraph>Daraus l&#228;sst sich ableiten, dass auch wenn KI-basierte Sprachmodelle wie ChatGPT gerade bei der schnellen Generierung von Patientenf&#228;llen, meist im Bereich weniger Sekunden f&#252;r vollst&#228;ndige Rollenskripte eine gro&#223;e Unterst&#252;tzung sind, ist es von entscheidender Wichtigkeit, Minderheiten in den Prozess miteinzubeziehen. Da sich Sprachmodelle haupts&#228;chlich auf in der Vergangenheit erstellte Texte beziehen, f&#252;hrt die Verwendung unweigerlich zur Reproduktion rassistischer Stereotype. Dass Patienten mit hohem Diversit&#228;tslevel keine Varianz im Bezug zu westlicher Medizin empfinden, einen &#252;berdurchschnittlichen Anteil an arabischsprachigen Menschen aufwiesen und im Fall von Diabetes Typ 2 fast ausschlie&#223;lich in Gefl&#252;chtetenunterbringungen verordnet sind, zeugt genau von dieser Reproduktion. Somit bleibt zu postulieren, dass die Einbeziehung von realen Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung ein unerl&#228;sslicher Teil von Diversifikation in der Erstellung von realistischen, glaubhaften Simulationspatient&#42;innen ist. Ebenso sollte der Einsatz von LLMs gezielt erfolgen und der Anwender sich dieser Reproduktion bewusst sein.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>DPA</RefAuthor>
        <RefTitle>Migranten an deutschen Staatstheatern</RefTitle>
        <RefYear>2012</RefYear>
        <RefJournal>Zeit online</RefJournal>
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        <RefTotal>DPA. Migranten an deutschen Staatstheatern. Zeit online. 2012 Mar 22. Zug&#228;nglich unter&#47;available from: https:&#47;&#47;www.zeit.de&#47;news&#47;2012-03&#47;22&#47;theater-migranten-an-deutschen-staatstheatern-22124017</RefTotal>
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        <RefAuthor>Anonym</RefAuthor>
        <RefTitle>Herkunft spielt (k)eine Rolle</RefTitle>
        <RefYear>2012</RefYear>
        <RefJournal>S&#252;ddeutsche Zeitung</RefJournal>
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        <RefTotal>Herkunft spielt (k)eine Rolle. S&#252;ddeutsche Zeitung. 2012 Mar 23. Zug&#228;nglich unter&#47;available from: https:&#47;&#47;www.sueddeutsche.de&#47;kultur&#47;zur-interkulturellen-wirklichkeit-an-den-theatern-herkunft-spielt-k-eine-rolle-1.1315732</RefTotal>
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        <RefAuthor>Uludag &#214;</RefAuthor>
        <RefTitle>Wenn der Hintergrund im Vordergrund steht. Nacht kritik.de</RefTitle>
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        <RefTotal>Uludag &#214;. Wenn der Hintergrund im Vordergrund steht. Nacht kritik.de. 2013 May. Zug&#228;nglich unter&#47;available from: https:&#47;&#47;www.nachtkritik.de&#47;recherche-debatte&#47;kommentar-migranten-spielen-auf-den-sprechbuehnen-keine-rolle</RefTotal>
        <RefLink>https:&#47;&#47;www.nachtkritik.de&#47;recherche-debatte&#47;kommentar-migranten-spielen-auf-den-sprechbuehnen-keine-rolle</RefLink>
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