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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Okul&#228;re Syphilis als Ursache einer bilateralen destruierenden Keratitis: ein Fallbericht</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Verein Rheinisch-Westf&#228;lischer Augen&#228;rzte</MeetingCorporation>
        <MeetingName>188. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westf&#228;lischer Augen&#228;rzte</MeetingName>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die okul&#228;re Syphilis stellt eine seltene, jedoch klinisch bedeutsame Manifestation der systemischen Lues-Infektion dar. Sie kann alle Augenabschnitte betreffen und fulminant verlaufen. Bei unerkannter oder versp&#228;tet behandelter Infektion drohen schwere Komplikationen bis hin zur Hornhautperforation und Erblindung. Neben der okul&#228;ren Beteiligung k&#246;nnen neurologische Symptome im Sinne einer beginnenden Neurolues das klinische Bild erg&#228;nzen und die Therapief&#252;hrung bzw. die postoperative Versorgung erheblich erschweren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Fallbeschreibung:</Mark1> Ein 78-j&#228;hriger Patient stellte sich in unserer Klinik zun&#228;chst notfallm&#228;&#223;ig mit einer seit einer Woche bestehenden Sehverschlechterung und eitrigen Sekretion des rechten Auges vor. Klinisch zeigte sich eine Hornhautperforation rechts sowie ein parazentrales Hornhautulkus links. Am 08.04.2025 erfolgte zur Stabilisierung der Hornhaut ein corneales Crosslinking, am Folgetag eine perforierende Keratoplastik &#224; chaud am rechten Auge. Die mikrobiologischen Kulturen blieben negativ, die serologische Diagnostik ergab jedoch einen positiven Lues-Befund. Daraufhin wurde eine systemische Benzylpenicillin-G-Therapie (3&#215;2,4 Mio. I.E. i.m.) eingeleitet. Die eingeleitete Therapie wurde jedoch nicht fortgesetzt. Zwei Wochen sp&#228;ter kam es zu einer Hornhautperforation am linken Auge, die am 23.04.2025 mittels Tutopatch-Transplantat und peripherer Bindehautdeckung versorgt wurde. Im weiteren Verlauf traten beidseits eine Rubeosis iridis, Hornhauttr&#252;bungen und ein stark eingeschr&#228;nkter Visus (rechts: Lichtschein, links: ca. 0,05) auf. Im Juli 2025 zeigte sich am rechten, transplantierten Auge ein erneutes perforierendes Ulkus. Aufgrund der progredienten Erkrankung, des hohen Leidensdrucks, der unzureichenden h&#228;uslichen Nachsorge und einer neu aufgetretenen demenziellen Symptomatik mit aggressivem unkooperativem Verhalten (verd&#228;chtig auf eine Neurolues) wurde am 02.06.2025 eine Enukleation des rechten Auges durchgef&#252;hrt. Das linke Auge verblieb mit parazentraler Hornhautnarbe, eingeschr&#228;nktem Visus und stabilem postoperativem Befund unter fortgef&#252;hrter lokaler antibiotisch-steroidaler Therapie.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnis:</Mark1> Eine komplikationslose Abheilung nach Enukleation des rechten Auges war zu beobachten. Am linken Auge blieb ein erheblicher Visusverlust (0,05) bei persistierender Hornhauttr&#252;bung bestehen. Eine serologische Verlaufskontrolle der Lues sowie eine neurologische Abkl&#228;rung wurden empfohlen. Die rasch entwickelten kognitiven und neurologischen Beeintr&#228;chtigungen des Patienten deuteten auf eine m&#246;gliche zentralnerv&#246;se Beteiligung der Lues-Infektion hin.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Der Fall verdeutlicht, dass die okul&#228;re Syphilis auch bei &#228;lteren Patienten mit zun&#228;chst unspezifischen Befunden zu einer bilateralen, destruierenden Keratitis f&#252;hren kann. Die Kombination aus entz&#252;ndlich-vaskul&#228;ren Prozessen, rezidivierenden Ulzera und neuropsychiatrischen Ver&#228;nderungen erfordert eine interdisziplin&#228;re Abkl&#228;rung. Eine fr&#252;he serologische Diagnostik und vor allem eine konsequente systemische Therapie mit engmaschigen augen&#228;rztlichen und neurologischen Kontrollen sind entscheidend, um eine Erblindung zu verhindern. Die begleitende Entwicklung der neurologischen Ver&#228;nderungen unterstreicht die m&#246;gliche neuro-ophthalmologische Dimension der Syphilis und die Notwendigkeit einer umfassenden diagnostischen und therapeutischen Betreuung.</Pgraph></TextBlock>
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