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      <Title language="de">YAG-Kapsulotomie und Ablatiorisiko neu betrachtet</Title>
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      <DatePublished>20250610</DatePublished>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Vereinigung Norddeutscher Augen&#228;rzte</MeetingCorporation>
        <MeetingName>74. Tagung der Vereinigung Norddeutscher Augen&#228;rzte (VNDA)</MeetingName>
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        <MeetingSession>Refraktive &#38; Cataract-Chirurgie</MeetingSession>
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    <ArticleNo>25vnda05</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Mehr als die H&#228;lfte aller Cataract-operierten Patienten ben&#246;tigt im Verlauf wegen der Nachstarentwicklung eine Nd:YAG-Kapsulotomie. Gro&#223;e Studien haben ein 4-fach erh&#246;htes Risiko f&#252;r eine Netzhautabl&#246;sung im Vergleich zu nicht-behandelten Augen aufgezeigt. In neueren Studien wird diese H&#228;ufigkeit in Frage gestellt. Da die Cataractoperation der absolut h&#228;ufigste operative Eingriff ist und in der Folge entsprechend hohe Kapsulotomiezahlen notwendig werden, kommt der Bewertung des Ablatiorisikos eine gro&#223;e Bedeutung zu &#8211; sowohl aus epidemiologischer Sicht als auch f&#252;r die Patientenaufkl&#228;rung.  </Pgraph><Pgraph>W&#228;hrend es zahlreiche Untersuchungen zur H&#228;ufigkeit und den Risikofaktoren einer Ablatio nach Cataract-Operation gibt, ist der Zusammenhang zwischen Ablatio und Nd:YAG-Kapsulotomie weniger gut evaluiert. </Pgraph><Pgraph>Wesentlicher pathogenetischer Faktor f&#252;r die Entstehung einer pseudophaken Ablatio ist die hintere Glask&#246;rperabhebung (HGA). Der zeitliche Zusammenhang zwischen Cataractchirurgie, einer postoperativ induzierten HGA und konsekutiven Pseudophakieablatio ist gut belegt. Abh&#228;ngig von weiteren Risikofaktoren (Myopie, Netzhautdegenerationen, Myopie, Alter, Ablatio am 1. Auge etc.) kann die Inzidenz einer Pseudophakieablatio auf 20&#37; und mehr steigen. Die Induktion einer HGA durch Nd:YAG-Kapsulotomie wurde bisher nicht nachgewiesen. Die heute angegebene Ablatioh&#228;ufigkeit nach Kapsulotomie liegt &#60;1&#37;, und damit in der Gr&#246;&#223;enordnung des nat&#252;rlichen Risikos (baseline risk) f&#252;r eine Netzhautabl&#246;sung. </Pgraph><Pgraph>Es verbleibt die Frage, ob andere Mechanismen f&#252;r die seltenen Pseudophakief&#228;lle nach Nd:YAG-Kapsulotomie verantwortlich sind. In diesem Zusammenhang muss der vordere Glask&#246;rper betrachtet werden. Es bestehen anatomische Beziehungen zwischen vorderer Glask&#246;rpergrenzschicht, Linsenkapsel, GK-Basis und peripherer Retina. Unsere Hypothese ist, dass neue Traktionsvektoren durch die Nd-YAG-induzierte Disruption entstehen k&#246;nnen, die bis in die Glask&#246;rperbasis &#252;bertragen werden. Bei vorbestehenden vitreoretinalen Adh&#228;renzen k&#246;nnten diese einen retinalen Defekt mit konsekutiver Ablatio hervorrufen. </Pgraph><Pgraph>Die bisher angenommene Assoziation von Nd-YAG-Kapsulotomie und Ablatio sollte neu betrachtet werden. </Pgraph><Pgraph>Die erh&#246;hten Ablatioinzidenzen nach Nd-YAG-Kapsulotomie stammen aus der ECCE-&#196;ra und gro&#223;en Studien, in denen multivariante Analysen verwendet wurden, um die Signifikanz verschiedener Risikofaktoren zu evaluieren. Der Faktor Nd-YAG-Kapsulotomie ist am ehesten ein Konfundierungseffekt: Erstens bleibt der pathogenetische Zusammenhang von Kapsulotomie und Ablatio unber&#252;cksichtigt. Zweitens wird in den Studien der Zeitpunkt der Cataract-OP f&#252;r das Auftreten der Ablatio zugrunde gelegt, anstelle die von der Kapsulotomie und folgenden Netzhautabl&#246;sung.</Pgraph><Pgraph>Neuere Studien, die spezifisch letzteren Aspekt ber&#252;cksichtigen, weisen keinen &#252;berzeugenden Zusammenhang zwischen Kapsulotomie und Ablatio mehr auf. Die genannten pathophysiologischen &#220;berlegungen lassen vermuten, dass das Pseudophakieablatio-Risiko nicht signifikant erh&#246;ht ist, und wenn doch eine Ablatio auftritt, dann trotz und nicht wegen einer Nd-YAG-Kapsulotomie.</Pgraph></TextBlock>
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