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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Die autologe kontralaterale Keratoplastik &#8211; eine Fallvorstellung</Title>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Verein Rheinisch-Westf&#228;lischer Augen&#228;rzte</MeetingCorporation>
        <MeetingName>187. Versammlung des Vereins Rheinisch-Westf&#228;lischer Augen&#228;rzte</MeetingName>
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        <MeetingSession>Katarakt &#38; Kornea</MeetingSession>
        <MeetingCity>Siegburg</MeetingCity>
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    <ArticleNo>25rwa06</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund:</Mark1> Die autologe kontralaterale Keratoplastik ist eine seltene Sonderform der Hornhauttransplantation. Dabei wird die klare Hornhaut eines visuell stark beeintr&#228;chtigten Auges zum visuell besseren, kontralateralen Auge, das an einer Hornhautpathologie leidet, transplantiert. Da die autologe kontralaterale Keratoplastik nur in der o.g. Sondersituation indiziert wird, gibt es nur wenige Fallserien in der Literatur.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methode:</Mark1> Wir f&#252;hrten eine autologe kontralaterale Keratoplastik bei einer 69-j&#228;hrigen Patientin durch. Das linke Auge war aufgrund einer sp&#228;t erkannten kongenitalen Katarakt amblyop. Der Visus lag bei Lichtschein. Zudem litt die Patientin unter einem fortgeschrittenen Glaukom und einem Nystagmus. Die Patientin berichtete von einer zunehmenden Visusbeeintr&#228;chtigung des verbliebenen rechten Auges. Dort zeigte sich eine fortgeschrittene Salzmann-Degeneration. Der Visus lag bei Handbewegungen. Aufgrund des Glaukoms und des Nystagmus war die Patientin als eine Hochrisikopatientin f&#252;r eine Transplantatabsto&#223;ung einzustufen. Deshalb f&#252;hrten wir statt einer allogenen eine autologe kontralaterale Keratoplastik durch. Am linken Auge wurde mit einem Barron-Trepan eine Wirts&#246;ffnung von 7,5 mm durchgef&#252;hrt und die entnommene Hornhaut tempor&#228;r als autologes Transplantat auf einem Viskoelastikumbett steril zwischengelagert. Eine homologe Spenderhornhaut von 7,5 mm Durchmesser wurde am LA mit einer doppelt fortlaufenden Kreuzstichnaht eingef&#252;gt. Das autologe Hornhauttransplantat wurde am RA nach der Trepanation ebenfalls mit einer doppelt fortlaufenden Kreuzstichnaht fixiert. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnis:</Mark1> Postoperativ zeigte sich bds. eine klare Hornhaut ohne Hinweis auf eine Absto&#223;ungsreaktion. Der Visus des rechten Auges stieg von pr&#228;operativ Handbewegungen auf 0,05 zwei Wochen und 0,1 zwei Monate sp&#228;ter.  Die Endothelzellzahl war ebenfalls stabil. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Aufgrund des isogenen Charakters hat die autologe Keratoplastik kein Risiko f&#252;r eine Absto&#223;ungsreaktion und einen geringen bis fehlenden Bedarf an postoperativer lokaler Kortison-Therapie. Nichtsdestotrotz wurden vereinzelt F&#228;lle eines sp&#228;ten Transplantatversagens beschrieben. Als Risikofaktoren wurden eine Glaukomerkrankung, mit einhergehendem erh&#246;htem oxidativem Stress, mechanisches Trauma durch MIGS-Implantate sowie eine Vorgeschichte mit mehrfacher Absto&#223;ung vorheriger allogener Transplantate beschrieben. Insgesamt bietet eine kontralaterale autologe Keratoplastik im Vergleich zur allogenen Transplantation ein geringeres Risikoprofil und bietet eine Alternative f&#252;r Hochrisikopatienten oder bei hoher Wahrscheinlichkeit der Non-Compliance bei der postoperativen Kortikosteroid-Therapie. Allerdings ist die Konstellation einer irreversiblen Visusbeeintr&#228;chtigung eines Auges mit klarer Hornhaut und eines kontralateral funktionell besseren Auges mit reiner Hornhautpathologie f&#252;r die Indikationsstellung selten gegeben.</Pgraph></TextBlock>
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