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    <IdentifierDoi>10.3205/25wdhno18</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25wdhno182</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Mikrobiologisches Spektrum von Peritonsillarabszessen: Fusobacterium necrophorum wird bei Kindern h&#228;ufiger nachgewiesen als bei Erwachsenen, ist jedoch nicht mit einer h&#246;heren Komplikationsrate verbunden</Title>
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        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
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      <DatePublished>20250306</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingCorporation>Vereinigung Westdeutscher HNO-&#196;rzte</MeetingCorporation>
        <MeetingName>Jahrestagung der Vereinigung Westdeutscher Hals-Nasen-Ohren-&#196;rzte</MeetingName>
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        <MeetingSession>Abstracts</MeetingSession>
        <MeetingCity>Solingen</MeetingCity>
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          <DateTo>20250308</DateTo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> Ein Peritonsillarabszess (PTA) ist eine eitrige Infektion, die aus einer akuten Tonsillitis entsteht und eine Vielzahl aerober und anaerober Bakterien umfasst. Fusobacterium necrophorum, ein gramnegatives Anaerobier, wird als bedeutender Risikofaktor f&#252;r Komplikationen wie das Lemierre-Syndrom angesehen. Diese Studie hatte zum Ziel, das mikrobiologische Spektrum von PTA sowie dessen Einfluss auf den klinischen Verlauf und die Ergebnisse zu analysieren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methoden:</Mark1> Diese retrospektive Studie umfasste alle Patienten, bei denen zwischen Januar 2018 und Juni 2023 in einem terti&#228;ren Versorgungszentrum ein PTA diagnostiziert wurde. Es wurden Daten zu Patientendemografie, Entz&#252;ndungsparametern, mikrobiologischen Aspekten (einschlie&#223;lich Speziesidentifikation und Antibiotikatherapie) sowie zur klinischen Behandlung erhoben.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> Insgesamt wurden 321 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 34,1 Jahren eingeschlossen. Die Mehrheit der Patienten (80,1 &#37;) unterzog sich einer Tonsillektomie, w&#228;hrend andere eine chirurgische Inzision und Drainage (18,1 &#37;) oder keine chirurgische Behandlung (1,9 &#37;) erhielten. Patienten mit Tonsillektomie hatten einen signifikant l&#228;ngeren Krankenhausaufenthalt im Vergleich zu denen mit Inzision und Drainage (5,4 &#177; 2,5 Tage vs. 4,4 &#177; 1,3 Tage; adjustiertes p &#61; 0,004). Postoperative Blutungen traten signifikant h&#228;ufiger bei Patienten mit Tonsillektomie auf (10,9 &#37; vs. 0,0 &#37;; adjustiertes p &#61; 0,044), w&#228;hrend ipsilaterale Rezidive signifikant h&#228;ufiger bei Patienten mit Inzision und Drainage auftraten (8,6 &#37; vs. 0,0 &#37;; adjustiertes p &#61; 0,004).</Pgraph><Pgraph><Mark2>Streptococcus pyogenes</Mark2> war der am h&#228;ufigsten identifizierte Erreger (25,9 &#37;), gefolgt von Streptokokken der Anginosus-Gruppe (15,3 &#37;) und <Mark2>Fusobacterium necrophorum</Mark2> (11,5 &#37;), das h&#228;ufiger bei Kindern (25,3 &#37;) als bei Erwachsenen (9,5 &#37;; adjustiertes p &#61; 0,020) auftrat. Die Mehrheit der Patienten (87,2 &#37;) erhielt als empirische Antibiotikatherapie ein Aminopenicillin mit einem Beta-Laktamase-Inhibitor. Komplikationen traten bei 14,3 &#37; der Patienten auf. Das Vorhandensein von <Mark2>Fusobacterium necrophorum</Mark2> korrelierte weder mit l&#228;ngeren Krankenhausaufenthalten noch mit h&#246;heren Komplikationsraten. Es wurden keine F&#228;lle des Lemierre-Syndroms berichtet.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Fazit:</Mark1> Diese Studie liefert Einblicke in die demografischen, klinischen und mikrobiologischen Merkmale von PTA. Bemerkenswert ist, dass <Mark2>Fusobacterium necrophorum</Mark2> bei Kindern h&#228;ufiger vorkam als bei Erwachsenen. Die Studie best&#228;tigt die Rolle polymikrobieller Infektionen bei PTA und betont die Notwendigkeit einer Abdeckung sowohl aerober als auch anaerober Erreger in der empirischen Antibiotikatherapie. Dar&#252;ber hinaus hebt die Studie die Komplexit&#228;t der chirurgischen Behandlung hervor: Tonsillektomien, obwohl wirksam zur Rezidivvermeidung, sind mit l&#228;ngeren Krankenhausaufenthalten und einem h&#246;heren Risiko f&#252;r Komplikationen wie postoperative Blutungen verbunden.</Pgraph></TextBlock>
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