<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-1" standalone="no"?>
<!DOCTYPE GmsArticle SYSTEM "http://www.egms.de/dtd/2.0.34/GmsArticle.dtd">
<GmsArticle xmlns:xlink="http://www.w3.org/1999/xlink">
  <MetaData>
    <Identifier>25swdgu84</Identifier>
    <IdentifierDoi>10.3205/25swdgu84</IdentifierDoi>
    <IdentifierUrn>urn:nbn:de:0183-25swdgu840</IdentifierUrn>
    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
    <TitleGroup>
      <Title language="de">Kausale Vermeidung von Steinrezidiven durch Parathyreoidektomie bei Patienten mit prim&#228;rem Hyperparathyreoidismus</Title>
    </TitleGroup>
    <CreatorList>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Fehrenbach</Lastname>
          <LastnameHeading>Fehrenbach</LastnameHeading>
          <Firstname>Rebecca</Firstname>
          <Initials>R</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Lahn-Dill Klinikum Wetzlar</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Duraj</Lastname>
          <LastnameHeading>Duraj</LastnameHeading>
          <Firstname>E.</Firstname>
          <Initials>E</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Lahn-Dill Klinikum Wetzlar</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
      <Creator>
        <PersonNames>
          <Lastname>Garlonta</Lastname>
          <LastnameHeading>Garlonta</LastnameHeading>
          <Firstname>V.</Firstname>
          <Initials>V</Initials>
        </PersonNames>
        <Address>
          <Affiliation>Lahn-Dill Klinikum Wetzlar</Affiliation>
        </Address>
        <Creatorrole corresponding="no" presenting="no">author</Creatorrole>
      </Creator>
    </CreatorList>
    <PublisherList>
      <Publisher>
        <Corporation>
          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
        </Corporation>
        <Address>D&#252;sseldorf</Address>
      </Publisher>
    </PublisherList>
    <SubjectGroup>
      <SubjectheadingDDB>610</SubjectheadingDDB>
    </SubjectGroup>
    <DatePublishedList>
      <DatePublished>20250611</DatePublished>
    </DatePublishedList>
    <Language>germ</Language>
    <License license-type="open-access" xlink:href="http://creativecommons.org/licenses/by/4.0/">
      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
    </License>
    <SourceGroup>
      <Meeting>
        <MeetingId>M0614</MeetingId>
        <MeetingSequence>84</MeetingSequence>
        <MeetingCorporation>S&#252;dwestdeutsche Gesellschaft f&#252;r Urologie e.V.</MeetingCorporation>
        <MeetingName>65. Jahrestagung der S&#252;dwestdeutschen Gesellschaft f&#252;r Urologie e.V.</MeetingName>
        <MeetingTitle></MeetingTitle>
        <MeetingSession>Vortragssitzung 10: Varia II</MeetingSession>
        <MeetingCity>Ludwigshafen</MeetingCity>
        <MeetingDate>
          <DateFrom>20250625</DateFrom>
          <DateTo>20250628</DateTo>
        </MeetingDate>
      </Meeting>
    </SourceGroup>
    <ArticleNo>V10.7</ArticleNo>
  </MetaData>
  <OrigData>
    <TextBlock name="Text" linked="yes">
      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Einleitung:</Mark1> Der prim&#228;re Hyperparathyreoidismus (pHPT) ist eine Form des Hyperparathyreoidismus, welcher auf einer &#220;berproduktion von Parathormon durch die Nebenschilddr&#252;sen beruht. In den meisten F&#228;llen ist ein Nebenschilddr&#252;senadenom urs&#228;chlich f&#252;r die erh&#246;hte Hormonproduktion.</Pgraph><Pgraph>Ein Hyperparathyreoidismus f&#252;hrt zu einem erh&#246;hten Kalziumspiegel im Blut, welcher die Bildung von Nierensteinen, insbesondere Calciumoxalat- und Calciumphosphatsteinen, beg&#252;nstigt. </Pgraph><Pgraph>Infolgedessen kann das Krankheitsbild zu wiederkehrender Steinbildungen mit rezidivierender Symptomatik sowie zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion bis hin zur Nephrokalzinose f&#252;hren.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Methodik:</Mark1> Retrospektive Fallanalyse</Pgraph><Pgraph><Mark1>Ergebnisse:</Mark1> In den letzten drei Jahren wurde in unserer Klinik bei vier Patienten mit Urolithiasis ein prim&#228;rer Hyperparathyreoidismus diagnostiziert. </Pgraph><Pgraph>Drei dieser Patienten stellten sich notfallm&#228;&#223;ig mit akuter Nierenkolik vor. Eine Patientin zeigte mehrfach rezidivierende Nephrolithiasis mit Okklusionen ihrer Harnleiterschiene bei Dauerversorgung. </Pgraph><Pgraph>Laborchemisch fiel in der Routineuntersuchung eine Erh&#246;hung des Serumkalziums auf. Die Werte bewegten sich zwischen 2,65 mmol&#47;l und 3,79 mmol&#47;l (Referenzwert 2,20&#8211;2,55 mmol&#47;l).</Pgraph><Pgraph>Im Verlauf wurden das intakte Parathormon sowie der Phosphatwert im Blut untersucht. Hierbei konnten bei allen Patienten in mindestens einer Kontrolle erh&#246;hte Parathormonwerte zwischen 102,6 pg&#47;ml und 399 pg&#47;ml (Referenzbereich 18,4&#8211;80,1 pg&#47;ml) bei normwertigen oder erniedrigten Phosphatwerten festgestellt werden. Bei einer Patientin zeigten sich zun&#228;chst wiederholt normwertige Parathormonspiegel.</Pgraph><Pgraph>Unter dem Verdacht auf einen prim&#228;ren Hyperparathyreoidismus erfolgte die interdisziplin&#228;re Vorstellung der Patienten bei unseren endokrinologischen Chirurgen. </Pgraph><Pgraph>Zur Diagnosesicherung und Planung der operativen Therapie wurde eine Bildgebung mittels Schilddr&#252;sensonografie, 99m-Tc-MIBI-Nebenschilddr&#252;sen-Szintigrafie und teilweise erg&#228;nzendem MRT durchgef&#252;hrt. </Pgraph><Pgraph>In drei F&#228;llen wurde bildgebend nur ein auff&#228;lliger Nebenschilddr&#252;senknoten gefunden, bei einer Patientin waren es zwei Knoten. </Pgraph><Pgraph>Die beschriebenen Epithelk&#246;rperchen wurden operativ entfernt und ergaben histopathologisch jeweils Nebenschilddr&#252;senadenome.</Pgraph><Pgraph>Postoperativ konnte eine Normalisierung des Serumkalziumwertes sowie des Parathormonspiegels (bis max. 28,4 pg&#47;ml) gemessen werden. </Pgraph><Pgraph>Drei der vier Patienten konnten zu einem erneuten Auftreten einer Symptomatik befragt werden. Ein symptomatisches Steinrezidiv trat bei keinem der Patienten auf. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Schlussfolgerung:</Mark1> Bei grenzwertig oder erh&#246;hten Kalziumwerten im Routinelabor von Urolithiasis-Patienten sollte anschlie&#223;end auch das Parathormon und Serumphosphat gemessen werden. </Pgraph><Pgraph>Bei Verdacht auf einen Hyperparathyreoidismus sollte zur weiteren bildgebenden Diagnostik und operativen Therapie die interdisziplin&#228;re Vorstellung in einem spezialisierten Zentrum erfolgen. </Pgraph><Pgraph>Durch gezielte Diagnostik und Therapie eines prim&#228;ren Hyperparathyreoidismus ergibt sich so eine kausale Prophylaxe von Steinbildungsrezidiven.</Pgraph></TextBlock>
    <Media>
      <Tables>
        <NoOfTables>0</NoOfTables>
      </Tables>
      <Figures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </Figures>
      <InlineFigures>
        <NoOfPictures>0</NoOfPictures>
      </InlineFigures>
      <Attachments>
        <NoOfAttachments>0</NoOfAttachments>
      </Attachments>
    </Media>
  </OrigData>
</GmsArticle>