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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Versorgung von tauben Menschen: Interprofessionelle Lehre zwischen Medizinstudierenden und Studierenden im MA Dolmetschen und &#220;bersetzen f&#252;r Deutsche Geb&#228;rdensprache in Berlin</Title>
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        <Email>benjamin.tarnowski&#64;charite.de</Email>
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          <Affiliation>Humboldt-Universit&#228;t zu Berlin, Institut f&#252;r Rehabilitationswissenschaften, Berlin, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin, Lernzentrum &#8211; Skills Lab, Berlin, Deutschland</Affiliation>
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          <Affiliation>Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin, Lernzentrum &#8211; Skills Lab, Berlin, Deutschland</Affiliation>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <DatePublished>20250604</DatePublished>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingTitle>19. Internationales SkillsLab Symposium 2025</MeetingTitle>
        <MeetingSession>Postersession 2</MeetingSession>
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          <DateFrom>20250319</DateFrom>
          <DateTo>20250321</DateTo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph><Mark1>Hintergrund &#38; Motivation:</Mark1> Einer von eintausend Menschen in Deutschland ist nach aktuellen Sch&#228;tzungen taub <TextLink reference="1"></TextLink>. Die Beratung und Behandlung von tauben Menschen kann Mediziner&#42;innen dabei vor eine besondere kommunikative Herausforderung stellen. H&#228;ufig ist f&#252;r eine barrierefreie Versorgung eine dolmetschende Person n&#246;tig. Die Zusammenarbeit mit Dolmetschenden wird dabei im Medizinstudium kaum thematisiert, w&#228;hrend der medizinische Kontext f&#252;r Dolmetschende ungewohnt ist. Das hier vorgestellte Joint-Lehrprojekt im Lernzentrum der Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin nutzt ein interprofessionelles Tutorium, um Studierende der Humanmedizin und des Studiengangs &#8222;Dolmetschen und &#220;bersetzen f&#252;r Deutsche Geb&#228;rdensprache&#8220; der Humboldt-Universit&#228;t zu Berlin in realit&#228;tsnahen Szenarien gemeinsam auf diese Herausforderungen vorzubereiten. Ziel ist es, kommunikative Kompetenzen und gegenseitiges Verst&#228;ndnis f&#252;r die beruflichen Rollen zu f&#246;rdern.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Beschreibung des Projekts: </Mark1>Im Rahmen des Projekts absolvieren Medizinstudierende der Charit&#233; &#8211; Universit&#228;tsmedizin Berlin gemeinsam mit Studierenden des Dolmetschens f&#252;r Deutsche Geb&#228;rdensprache Szenarien zu allgemeinmedizinischen Konsultationsanl&#228;ssen, wie beispielsweise akute Harnwegsinfekte oder depressive Episoden. Ein tauber Schauspielpatient agiert als zentrale&#42;r Gespr&#228;chspartner&#42;in, w&#228;hrend je eine&#42;r der Medizinstudierenden die &#228;rztliche Rolle &#252;bernimmt und je ein&#42;e der Dolmetschstudierenden vermittelt. Beide Gruppen erhalten keine Vorabinformationen.</Pgraph><Pgraph>W&#228;hrend der Interaktion liegt der Fokus:</Pgraph><Pgraph><OrderedList><ListItem level="1" levelPosition="1" numString="1.">F&#252;r Medizinstudierende: auf dem ad&#228;quaten Umgang mit tauben Patient&#42;innen und Dolmetschenden und der korrekten medizinischem Behandlung.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="2" numString="2.">F&#252;r Dolmetschstudierende: auf der pr&#228;zisen &#220;bersetzung medizinischer Inhalte und der Navigation komplexer Gespr&#228;che.</ListItem><ListItem level="1" levelPosition="3" numString="3.">F&#252;r beide Gruppen: auf der Entwicklung interprofessioneller Kompetenzen und der Sensibilisierung f&#252;r die Herausforderungen in der medizinischen Versorgung tauber Menschen.</ListItem></OrderedList></Pgraph><Pgraph>Im Anschluss findet eine Nachbesprechung in den jeweiligen fachspezifischen Gruppen (Geb&#228;rdensprach- bzw. Medizinstudierende) und danach in einer gro&#223;en interprofessionellen Gruppe statt. Dabei wird auf medizinisch-fachliche Aspekte, die besonderen Bedingungen der Dolmetsch-Situation und die eigene emotionale Reaktion auf diese eingegangen. Im Anschluss k&#246;nnen im interprofessionellen Austausch Fragen er&#246;rtert oder auf die Lebensrealit&#228;t und Versorgungssituation von tauben Menschen eingegangen werden.</Pgraph><Pgraph><Mark1>Kritische Reflexion:</Mark1> In der Evaluation wurde deutlich, dass die Studierenden ein neues Bewusstsein f&#252;r die Bedeutung von Nachfragen, Verschriftlichung und dem Ansprechen von Unsicherheiten entwickelten, wobei sie die Wichtigkeit von Empathie, korrektem Auftreten und interprofessionellen Austausch besonders hervorhoben. Zugleich &#228;u&#223;erten sie den Wunsch nach einer h&#246;heren Frequenz der Tutorien, einer optimierten Zeitplanung, alternativen Simulationen au&#223;erhalb haus&#228;rztlicher Kontexte sowie einem noch st&#228;rkeren interprofessionellen Austausch. </Pgraph><Pgraph>Auch die Tutor&#42;innen hoben den Austausch zwischen den F&#228;llen als besonders wichtig f&#252;r den Lernerfolg hervor, da hier Fallstricke und L&#246;sungsans&#228;tze zur Versorgung tauber Menschen er&#246;rtert wurden. Gleichzeitig erschwerte die komplexe Terminplanung aufgrund der Einbindung mehrerer Studieng&#228;nge und Universit&#228;ten eine h&#246;here Frequenz und Kapazit&#228;t der Tutorien. Diese R&#252;ckmeldungen verdeutlichen einerseits den Erfolg des Formats, machen andererseits aber strukturelle Herausforderungen sichtbar. </Pgraph><Pgraph><Mark1>Ausblick:</Mark1> Das Projekt verdeutlicht die Relevanz interprofessionellen Lernens in Skillslabs und bietet eine M&#246;glichkeit, die Versorgung von tauben Menschen in einem niederschwelligen interprofessionellen Kontext zu erproben. Eine Erweiterung auf Konsultationsanl&#228;sse in Facharztpraxen, um den Schwierigkeitsgrad f&#252;r h&#246;here Semester zu erh&#246;hen, wird aktuell diskutiert. Langfristig k&#246;nnte das Konzept einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualit&#228;t tauber Menschen leisten und die professionelle Zusammenarbeit von des Geb&#228;rdensprachdolmetschenden und &#196;rzt&#42;innen f&#246;rdern.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefAuthor>Deutscher Geh&#246;rlosen-Bund e. V.</RefAuthor>
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        <RefYear>2019</RefYear>
        <RefBookTitle>Stellungnahme 06&#47;2019</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Deutscher Geh&#246;rlosen-Bund e.V. Stellungnahme 06&#47;2019. Berlin: Deutscher Geh&#246;rlosen-Bund e.V.; 2019. Zug&#228;nglich unter&#47;available from: https:&#47;&#47;dglb.de&#47;wp-content&#47;uploads&#47;2024&#47;01&#47;dgb&#95;06&#95;2019&#95;Stellungnahme.pdf</RefTotal>
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