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    <ArticleType>Meeting Abstract</ArticleType>
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      <Title language="de">Pilotierung des Haus&#228;rztlichen Undercover-Simulationstrainings &#8211; ein Praxisbericht</Title>
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          <Corporatename>German Medical Science GMS Publishing House</Corporatename>
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      <AltText language="en">This is an Open Access article distributed under the terms of the Creative Commons Attribution 4.0 License.</AltText>
      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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        <MeetingTitle>19. Internationales SkillsLab Symposium 2025</MeetingTitle>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Wo Entscheidungen in der Medizin nicht eindeutig ausfallen, spielt die Risikokommunikation im Rahmen der partizipativen Entscheidungsfindung eine besondere Rolle. Nutzen und Schaden werden kommuniziert und unter Zuhilfenahme &#228;rztlicher Expertise f&#252;hren das individuelle Dilemma und die Pr&#228;ferenzen der Patient&#42;innen zur evidenzbasierten Medizin. Gerade Entscheidungen, die eine Gratwanderung darstellen, erfordern einen ge&#252;bten Umgang mit Unsicherheiten sowohl auf &#228;rztlicher als auch Patient&#42;innenseite. Zur Lehre der Anwendung Evidenz-basierter Medizin wird die Methode der Simulation empfohlen <TextLink reference="1"></TextLink>. Wissen Studierende in der &#220;bung jedoch, dass es sich um eine Simulation mit Simulationspersonen (SP) handelt, provoziert dies m&#246;glicherweise nicht die gleiche Unsicherheit und erfordert nicht die gleiche Entschlossenheit f&#252;r ihr &#228;rztliches Handeln, als w&#252;rden sie einer (vermeintlich) echten Patient&#42;in gegen&#252;berstehen.</Pgraph><Pgraph>Im Rahmen des klinischen Wahlpflichtfachs &#8222;Haus&#228;rztliches Undercover-Simulationstraining&#8220; &#252;bten im Wintersemester 2024&#47;25 erstmals Humanmedizin-Studierende der FAU Erlangen-N&#252;rnberg mit SPs und echten Patient&#42;innen komplette haus&#228;rztliche Konsultationen, wobei den Teilnehmenden bis zur Entblindung nach der Konsultation unbekannt war, wann sie auf SPs treffen w&#252;rden (Undercover-Simulation). Die Undercover-Simulations-&#220;bungen fanden im Anschluss an die regul&#228;re, haus&#228;rztliche Patient&#42;innenversorgung im MVZ Eckental des Uniklinikums Erlangen statt, wo ein System f&#252;r Audio-Video-Feedback verbaut ist. W&#228;hrend der Szenarien befand sich nur eine aktive Medizinstudierende im Sprechzimmer. Die beobachtenden Studierenden konnten &#252;ber die Audio-Video-&#220;bertragung folgen. Durchgef&#252;hrt wurde die Lehrveranstaltung von einem &#228;rztlichen Mitarbeiter des Instituts und des MVZ unterst&#252;tzt von zwei studentischen Hilfskr&#228;ften.</Pgraph><Pgraph>Im Sinne des Inverted-Classroom erhalten die Studierenden zur Vorbereitung asynchron online umfangreiches Material. Dieses wurde als Open Educational Ressource auch der &#214;ffentlichkeit zur Verf&#252;gung gestellt. Didaktischer Hintergedanke ist hier wie auch vom Versorgungsreport 2023 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) gefordert eine Steigerung der Leitlinienkompetenz: &#8222;Dazu sollen in Leitlinien Inhalte markiert werden, die f&#252;r Studierende relevant sein k&#246;nnen.&#8220; <TextLink reference="2"></TextLink></Pgraph><Pgraph>Dadurch werden die Studierenden in den Themengebieten auf einen Wissensstand gehoben, der mindestens dem zu Beginn der Weiterbildung entsprechen d&#252;rfte.</Pgraph><Pgraph>Die Pilotierung der Undercover-Simulation brachte eigene Hindernisse und M&#246;glichkeiten hervor. Sie beeinflusste gegen&#252;ber fr&#252;heren Durchf&#252;hrungen als regul&#228;re Simulation ausschlie&#223;lich mit Simulationspersonen die Auswahl der Patient&#42;innenf&#228;lle in anderer Art und Weise. Die Lehrveranstaltung erwies sich als durchf&#252;hrbar und die Studierenden empfanden die Methode als gewinnbringend. Das standardisierte Messinstrument f&#252;r partizipative Entscheidungsfindung (OPTION 5) <TextLink reference="3"></TextLink> erwies sich als eingeschr&#228;nkt brauchbar. Die Implementierung und Verstetigung erfordert &#228;rztliche Unterst&#252;tzung in der Pr&#228;senz. Auch in der Vorbereitung in der Praxis sind &#228;rztliche und didaktische Expertise erforderlich.</Pgraph><Pgraph>Unklar ist noch, inwiefern die Undercover-Simulation zur erlebten Unsicherheit und angestrebten Entschlossenheit f&#252;r medizinische Entscheidungen beitr&#228;gt. Weitere Bem&#252;hungen sind auch notwendig, um zu eruieren, wie nachhaltig Inhalte der Evidenz-basierten Medizin so vermittelt werden k&#246;nnen.</Pgraph></TextBlock>
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        <RefBookTitle>Kerncurriculum Basismodul Evidenzbasierte Entscheidungsfindung: Fachbereich EbM in Aus-Weiter-und Fortbildung</RefBookTitle>
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        <RefTotal>Steckelberg A, Siebolds M, L&#252;hmann D, Weberschock T, Strametz R, Weingart O, Albrecht M, Braun C, Balzer K. Kerncurriculum Basismodul Evidenzbasierte Entscheidungsfindung: Fachbereich EbM in Aus-Weiter-und Fortbildung. Berlin: Deutsches Netzwerk Evidenzbasierte Medizin e.V.; 2017. Zug&#228;nglich unter&#47;available from: https:&#47;&#47;www.ebm-netzwerk.de&#47;de&#47;medien&#47;pdf&#47;ebm-kerncurriculum.pdf</RefTotal>
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        <RefTotal>J&#252;nger J. Professionsentwicklung: Wie kommen Leitlinien st&#228;rker in die medzinische Ausbildung, Weiterbildung und Fortbildung&#63; In: G&#252;nster C, Klauber J, Klemperer D, Nothacker M, Robra BP, Schmuker C, editors. Versorgungs-Report Leitlinien: Evidenz f&#252;r die Praxis. Berlin: MWV Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft; 2023. DOI: 10.32745&#47;9783954668007-14&#47;</RefTotal>
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