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      <Title language="de">Bewertung verschiedener DCR-Verfahren</Title>
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      <AltText language="de">Dieser Artikel ist ein Open-Access-Artikel und steht unter den Lizenzbedingungen der Creative Commons Attribution 4.0 License (Namensnennung).</AltText>
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    <ArticleNo>25rma28</ArticleNo>
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      <MainHeadline>Text</MainHeadline><Pgraph>Ziel ist es darzustellen, welche operativen Verfahren bei den entsprechenden Indikationen Dacryozystitis (akut oder chronisch), Dacryozele (Mukozele des Tr&#228;nensacks), Z.n. Mittelgesichtsfraktur und Rezidivsituationen nach endoskopischen Operationen als geeignet anerkannt werden k&#246;nnen. Wie erfolgt die Durchf&#252;hrung der einzelnen Verfahren und gibt es das erfolgversprechendste Verfahren&#63; Das erste Verfahren ist die Dacryozystorhinostomia (DCR) externa. Die Erstbeschreibung erfolgte durch Addeo Toti 1904. Eine Verbesserung erhielt sie durch die Anwendung eines Silikonschlauchs (seit 1982 durch J.J. Older). Das steigerte die Erfolgsrate um ca. 15&#37;. So ist sie der &#8222;Goldstandard&#8220; der Tr&#228;nenweg-OP seit Jahrzehnten. Im Jahr 2024 wurden in der Augenklinik Darmstadt 90 solcher Operationen durchgef&#252;hrt. Ein weiteres Verfahren ist die Dacryozystorhinostomia interna. Die Erstbeschreibung war bereits durch Caldwell im Jahr 1893. In der HNO-Klinik in Darmstadt wurden im Jahr 2024 9 solcher Operationen durchgef&#252;hrt. Ein drittes Verfahren ist die Laser-DCR. Die erste diodenlaserassistierte DCR wurde durch Eloy et al im Jahr 2000 beschrieben.Die Basis aller drei Verfahren ist ein ausreichend gro&#223;es Knochenloch. Chan ver&#246;ffentlichte eine prospektive nichtrandomisierte Fall-Serie mit 161 Patienten mit radiologisch bedingter pr&#228;- und postsackaler Stenose. Bei OP wurde das Knochenloch vermessen. Durchschnittlich war es bei OP 8,6 x 13,4mm. Nach 4 Wochen: 5,7 x 9,5mm (50&#37; kleiner) und nach 12 Monaten: 4,8 x 8,2mm (weitere 15&#37; kleiner). Die Gr&#246;&#223;e sei jedoch nicht pr&#228;diktiv f&#252;r das Operationsgelingen.Eine Meta-Analyse von Evereklioglu, C. et al. (2023) von randomisierten kontrollierten Studien, bei der 32 Studien mit 3.277 F&#228;llen eingeschlossen wurde, kommt zu folgenden Ergebnissen. Die Laser-DCR mit Silikonschlauch ist sowohl der endonasalen DCR mit Silikonschlauch als auch der DCR externa mit Silikonschlauch unterlegen. Au&#223;erdem ist die Laser-DCR mit Silikonschlauch der endonasalen DCR mit Silikonschlauch oder DCR externa ohne Silikonschlauch unterlegen. Wenn zus&#228;tzlich durchgef&#252;hrte nasale Eingriffe oder Revisionseingriffe ausgeschlossen werden, sind die Ergebnisse aller drei Verfahren &#228;hnlicher (23 Studien mit 2.468 F&#228;lle).Ein m&#246;glicher Behandlungsalgorhythmus zeigt ein Review von Vinciguerra, A. et al. (2022). Hier ist beschrieben, dass bei einer onkologischen Situation eine dem Krankheitsausma&#223; entsprechendes Vorgehen stattfinden soll. Bei einer erworbenen distalen Tr&#228;nenwegstenose soll erstmal klargestellt werden, ob ein Ersteingriff oder ein Eingriff aufgrund eines Rezidivs durchgef&#252;hrt werden soll. Bei einem Ersteingriff soll gekl&#228;rt werden, ob der Patient in Allgemeinan&#228;sthesie oder in Lokalan&#228;sthesie operiert werden soll (Mit aufgenommen, da Einzelf&#228;lle berichtet sind). Wenn keine Allgemeinan&#228;sthesie erwogen wird, dann w&#228;re die DCR externa das Verfahren der Wahl. Wenn eine Allgemeinan&#228;sthesie erwogen wird und eine endonasale Pathologie vorliegt, ist die endonasale DCR das Verfahren der Wahl. Wenn keine endonasale Pathologie vorliegt, kann zwischen der endonasalen und der externen DCR gew&#228;hlt werden. Bei einem Revisionseingriff soll eine endonasale DCR durchgef&#252;hrt werden. Hier wird folglich ein Trend zur Wahl des endonasalen Verfahrens hin deutlich.In der Augenklinik Darmstadt wurden 178 DCR externa im Zeitraum 01.07.2012 bis 30.06.2014 durchgef&#252;hrt. Die Datenerhebung erfolgte teils retrospektiv und teils prospektiv. Zur Erfassung des funktionellen Erfolgs erfolgten Tr&#228;nenwegsp&#252;lungen und zur Erfassung der Zufriedenheit wurden Frageb&#246;gen ausgef&#252;llt. Es zeigte sich nach 3 Monaten postoperativ eine flotte Sp&#252;lbarkeit bei 81,5&#37;, eine leicht verz&#246;gerte Sp&#252;lbarkeit bei 11,7&#37; und eine keine Sp&#252;lbarkeit bei 6,8&#37; der Patienten. Sehr zufrieden waren 77,4&#37;, zufrieden zeigten sich 10,2&#37; und unzufrieden waren 12,4&#37; der Patienten. Zusammenfassend ist zu beurteilen, dass die DCR externa immer noch der Goldstandard ist. Wenn keine Narbe gew&#252;nscht ist oder bei Rezidiven soll eine DCR interna durchgef&#252;hrt werden. Eine Laser-DCR hat dennoch seinen Stellenwert zwischen endoskopischen OP-Verfahren und einer DCR externa&#47;interna. Das gew&#228;hlte Verfahren ist au&#223;erdem abh&#228;ngig von der Erfahrung des Operateurs.</Pgraph></TextBlock>
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